Zwergfadenfisch – Colisa lalia

Zwergfadenfisch © k966 Fotolia.com

Der ist ein sehr prächtig gefärbter Süßwasserfisch. Er gehört zu den Labyrinthfischen, welche auch Kletterfische genannt werden. Er kommt aus Südasien, genauer gesagt Indien und ist in den bekannten Flüssen des Indus, Bramaputra und Ganges beheimatet. Der Fadenfisch ist ein Schwarmtier. Normalerweise in den Flußsystemen zu Hause, hat er bei Überschwemmungen, sprich den Fluten des Monsuns, die Gelegenheit sein Gebiet auszuweiten. Sobald das Wasser über die Ufer tritt, findet man den Zierfisch auch auf dem Festland.

Ernährung Zwergfadenfisch

Die Ernährung ist sehr einfach. Der Zwergfadenfisch frisst alles, was ihm in die Quere kommt, sofern er es verschlucken kann. Egal ob Trockenfutter, pflanzliche Nahrung, Frostfutter oder Lebendfutter.

Bei der Aufzucht verwendet man für die Babyfische Pantoffeltierchen und bei fortgeschrittener Größe Artemia.

Aquariumhaltung und Einrichtung

Zwergfadenfisch © k966 Fotolia.com

Der Zwergfadenfisch passt sich seiner Umgebung an, das heißt, wenn ihr ein besonders kleines Becken verwendet, dann wird der Fisch nicht seine volle Größe erreichen. Gerade bei der Nachzucht (siehe Zucht und Vermehrung) ist das ein Nachteil. Der bunte Fisch ist sehr entspannt und friedlich und kann ohne Probleme in einem großen Gesellschaftsbecken mit vielen anderen Arten gehalten werden. Wichtig ist, dass die anderen Arten nicht aggressiv sind. Dieser genügsame Fisch kommt aber auch bestens mit sehr kleinen Becken ab 50 cm zurecht. Bedenkt aber hierbei, dass der Fisch in seiner Brutzeit ein Revier bildet, welches er verteidigen wird. Er verteidigt sowohl das Schaumnest als auch die Brut.

Achtung: Bei schlechter Wasserqualität reagiert der Zwergfadenfisch empfindlich. Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist sehr sinnvoll.

Damit der Zierfisch sich wohl fühlt, arbeitet man am besten mit Schwimmpflanzen und einer dichten Bepflanzung. Die Bodenpflanzen wachsen möglichst hoch und haben Stängel, so imitiert man am besten den natürlichen Lebensraum. Die Bodenbedeckung kann Sand oder Kies sein, Hauptsache sie ist dunkel gehalten.

Steckbrief Zwergfadenfisch

Größe: bis zu 5 cm
Aquariumgröße: sehr klein, ab 50 cm
Unterscheidung Männchen/Weibchen: leicht, Weibchen blasser, andere Flossenform
Gruppenverhalten: sehr friedlich, bildet in der Brutzeit Revier
Einrichtung: dichte Bepflanzung mit Schwimmpflanzen
Futter: Allesfresser
Wassertemperatur: ideal 22° – 28 ° C
pH-Wert: 6,0 – 7,5
Wasserhärte: 4° bis 10° dGH

Lebensraum Zwergfadenfisch

In der Natur lebt der Zwergfadenfisch mit dem gestreiften Fadenfisch und dem Honiggurami zusammen in einem Gewässer. Er ist ein Schwarmfisch, wobei die Schwarmgröße auch kleiner gewählt werden kann. Das Flussgebiet am Ganges und Bramaputra bietet ihm einen großen Lebensraum. Aber auch im Westen im Indus kann man ihn antreffen. Der Name Colisa lalia leitet sich von seinem Namen in Assam – seiner Heimat – ab. Hier wird der Fisch als Lal kholisa bezeichnet. In der Natur lebt der Fisch sehr versteckt zwischen Pflanzenteilen. Daher kommt auch sein Fortpflanzungsverhalten.

In seinem natürlichen Lebensraum erfolgt die Fortpflanzung von April bis Oktober, gerade wenn die Wassertemperatur steigt. Regional können die Paarungszeiten abweichen.

Buntes Auftreten – das Aussehen

Der Zwergfadenfisch ist der wohl bunteste aller Labyrinthfische. Er hat einen länglichen Körper, wobei der Grundkörper der Form eines Eis ähnelt. Charakteristisch sind die Fäden am Bauch. Bei diesen Fäden handelt es sich um den ausgezogenen Hartstrahl der Bauchflosse. In der Natur hat er eine sehr kräftige, leuchtende, rötlich-orange Körperfarbe und diagonale Streifen, die von Türkis bis Smaragd-Grün reichen. Die hintere Flosse ist rot gefärbt mit türkisen Punkten. Die Bauchflosse ist je nach Ausprägung zur Hälfte Türkis und die andere Hälfte Orange-rötlich. Inzwischen gibt es auch Zuchtformen in reinem Farbton – sprich Türkis oder Orange. Diese Züchtungen sind nochmal deutlich kleiner als die Urform.

Männlein und Weibchen kann man leicht anhand der Färbung auseinander halten. Das Weibchen ist vergleichsweise blass. Das Männchen hat abgerundete Schwimmflossen.

Zucht und Vermehrung

Die Zucht vom Zwergfadenfisch ist relativ leicht. Dieser zierende Fisch vermehrt sich bereits auf engstem Raum, allerdings legt er mit über 600 Eiern eine gewaltige Menge ab und man sollte hinterher entweder ein großes Aufzuchtbecken besitzen oder reichlich Abnehmer. Nach der Fortpflanzung erschafft der Zwergfadenfisch ein Schaumnest an allen Pflanzen, die im Aquarium schwimmen, teilweise sogar an abgestorbenem Material. Im Gegensatz zu den Zwergguramis, wo das Männchen bei Erregung knurrende Laute von sich gibt, hat das Zwergfadendisch-Männchen sein eigenes Geräusch. Dieses hört sich eher knarrend an. Übrigens solltet Ihr darauf achten, bei der Aufzucht nur die prächtigsten und größten Männchen zu verwenden, da ansonsten die Nachkommen unter Umständen sehr mickrig ausfallen können.

Der Zwergfadenfisch ist unter den Labyrinthfischen einer der akribischsten Nestbauer. Diese arbeitet er sehr sauber und ordentlich. Wichtig zu beachten während der Paarungszeit: Die Wassertemperatur ist hier auf bis zu 32° C zu erhöhen. Die Larven des Fisches schlüpfen sehr schnell, binnen 24 Stunden wuselt das Nest voller kleiner Zwergfische. Sobald die Fische zur Welt kommen, muss die Temperatur wieder in den optimalen Bereich zurückgefahren werden. In der Regel stellt man diese bei Kleinfischen erstmal auf 28°C. Zu Beginn brauchen die Kleinfische keine extra Nahrung, da sie sich vom Dottersack ernähren. Diesen haben sie ca. ab dem dritten Tag verspeist. Dann erfolgt die Nestflucht und es sollte ein großes Becken bereit stehen. Direkt nach der Ei-Ablage wird das Weibchen entfernt und nach 3 Tagen das Männchen.

Damit die Zucht besonders leicht gelingt, empfehlen wir den Wasserstand auf 20 cm zu senken und auf eine Strömungsanlage zu verzichten. Unter „Ernährung lest ihr wie ihr die frisch zur Welt gekommenen Fische am besten ernährt.

Zwergfadenfisch – Colisa lalia
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