Westlicher Regenbogenfisch

Melanotaenia australis

Datenblatt Westlicher Regenbogenfisch

Deutscher Name: Westlicher Regenbogenfisch
Wissenschaftlicher Name: Melanotaenia australis
Herkunft: Nordwest-Australien
Größe: Körperlänge 8 cm – 10 cm, maximal bis 12 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 100 cm Breite
Inhalt: ab 250 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 22°- 26° C, max. 28° C
PH: 6,5 – 8
GH: 5° – 20° dH
Verhalten
Bereich: mittlerer Bereich
Futter: Allesfresser
Verhalten: friedlich, gesellig
Anzahl: Schwarmfisch, mindestens 7 Tiere
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Herkunft

Heimat des Westlichen Regenbogenfisches ist die Kimberley und Pilbara-Region im Nordwesten und Westen Australiens. In der Fachliteratur wird dieser Regenbogenfisch oft noch als Unterart, Melanotaenia splendida australis geführt, auch wenn er bereits seit längerer Zeit aus der splendida-Gruppe ausgegliedert und als eigenständige Art Melanotaenia australis beschrieben worden ist.

Westlicher Regenbogenfisch – einer der häufigsten und am weitesten verbreiteten Fische in den Fließgewässern Nordwest-Australiens und in der Kimberley Region, wobei der Ashburton River die westliche und südliche Ausbreitungsgrenze von M. australis ist.

Der Westliche Regenbogenfisch hält sich vor allem in strömungsarmen Gewässerabschnitten mit Unterwasserpflanzen, in kleinen Seitenarmen der Flüsse, aber auch in Lagunen und Sumpfgebieten auf. Im Jahresverlauf reichen die Wassertemperaturen von 22 bis 36oC, der pH-Wert variiert zwischen 6,5 und 8,0, entsprechende Schwankungen zeigen sich auch in der Gewässerhärte. Außerdem gibt es große Fluktuationen in der Wasserführung der Gewässer zwischen Trocken- und Regenzeiten.

Westlicher Regenbogenfisch im Aquarium
Aussie Oc at English Wikipedia, 300 Melanotaenia australis Western rainbowfish Mitchell River NP VIII-2013, CC BY-SA 3.0

Aussehen

Der Westliche Regenbogenfisch zählt zu den großflossigen Regenbogenfischen. Er wird durchschnittlich 8 bis 10cm, in Ausnahmefällen bis zu 12cm lang.  Die Körpergrundfärbung der Fische ist silbern mit einem Anflug von Grün oder Braun. In den Flanken ist ein schwarzes Längsband zu sehen, welches oben und unten türkisfarben und gelb eingefasst ist. Die zweite Rückenflosse und die Schwanzflosse sind rötlich orange gefärbt, die Afterflosse ist transparent mit einem bläuliche Schimmer.  Die Männchen sind farbenprächtigen und intensivieren ihre Farben zur Fortpflanzungszeit.

Haltung

Eine Gruppe von wenigstens 7 Fischen benötigen ein langgestrecktes Aquarium von wenigstens 100cm Länge.  Neben viel freiem Schwimmraum brauchen sie auch eine stellenweise dichte Bepflanzung als Rückzugs- und Versteckmöglichkeit.  Denn die Westlichen Regenbogenfische können sehr schreckhaft sein, dann schießen sie bei Stress durchs Aquarium und könnten sich beim Aufprall an der Glasscheibe verletzen. Ausgezeichnete Versteckmöglichkeiten bieten außerdem 1 bis 2 größere Wurzeln aus Mangroven- oder Moorkienholz, die teilweise mit Wassermoosen (z. B. dem dekorativ herabhängenden Weeping Moos)  oder anderen Aufsitzerpflanzen bepflanzt sind.

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Die Farben dieser Regenbogenfische kommen über einem dunklen Sand oder Kies besonders gut zur Geltung. Außerdem sollte das Aquarienlicht stellenweise durch an der Wasseroberfläche treibende Schwimmpflanzen etwas gedämpft werden.

Nahrung 

Auch die Westlichen Regenbogenfische sind Allesfresser, die sowohl mit Lebend-, als auch mit Flocken- und Frostfutter möglichst abwechslungsreich ernährt werden können.

Geschlechtsunterschiede 

Die Männchen von Melanotaenia australis werden größer, sind farbenprächtiger und haben eine größere Rückenflosse als die Weibchen. Außerdem fehlt ihnen das dunkle bis schwarze Zickzackband in der Körpermitte. Bei den Männchen sind die Strahlen der ersten Rückenflosse verlängert und reichen – wenn sie nicht aufgestellt werden – zusammengeklappt bis über die zweite Rückenflosse. Im Alter werden die Männchen außerdem deutlich hochrückiger. 

Zucht und Aufzucht

Die Fortpflanzung läuft bei den Westlichen Regenbogenfischen ähnlich wie bei den meisten anderen Melanotaeina-Arten ab. Da sie als Laichräuber ihren Eier nachstellen, setzt man sie zur Zucht entweder in ein separates Becken und fängt sie anschließend wieder heraus oder man versucht die Eier nach dem Laichvorgang mit einem feimaschigen Sieb mitsamt der Laichpflanzen aus dem Aquarium herauszunehmen und in ein separates Aufzuchtbecken umzusetzen.

Die Weibchen legen ihre relativ großen Eier nämlich zwischen feinfiedrige Pflanzenbüschel wie zum Beispiel dem Javamoos.  Die Eier haben kleine Haftfäden, mit denen sie an den Wasserpflanzen hängen blieben.

Die Laichzeit kann sich über drei Wochen hinziehen. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa 1 bis 2 Wochen  die Fischlarven, die einige Tage lang fast bewegungslos an den Blättern der Wasserpflanzen hängen, bis der Dottersack vollständig aufgezehrt ist. Dann beginnen sie frei umher zu schwimmen und müssen mit feinem Staubfutter oder Pantoffeltierchen und anderen Infusorien ernährt werden. Nach einiger Zeit kann man dann langsam auf etwas größere Nahrung, vor allem Artemia-Nauplien, umstellen.

Vergesellschaftung

Westlicher Regenbogenfisch – ein friedlicher Fisch. Er kann gut mit ebenso friedlichen und ruhigen, kleineren Fischen wie Bärblingen, und Salmlern oder den vorwiegend in Bodenzone lebenden Panzerwelsen, sowie mit größeren Garnelen wie den Fächergarnelen vergesellschaftet werden.

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