Streifenhechtling – Haltung und Porträt

Die natürliche Heimat des Streifenhechtlings (Aplocheilus lineatus) liegt im Raum Indien. Dort lebt er überwiegend in kleinen, stehenden Gewässern, Wassergräben und stark wasserhaltigen Reisfeldern. Es handelt sich wohl um den schönsten gefärbten asiatischen Leuchtaugenfisch überhaupt. Der Schwierigkeitsgrad der Haltung ist mittelschwer.

Was zeichnet Streifenhechtling aus?

Der Streifenhechtling ist ein ausgesprochen guter Jäger. Seine Anlagen befähigen ihn dazu, die Beute an der Oberfläche und im Schutz der Schwimmpflanzen zu beobachten, anzuvisieren und aus dem Stand heraus zu fangen.

Mit seiner eleganten Körperform und attraktiven Färbung ist der Streifenhechtling ein Blickfang in jedem Aquarium.

Das Aussehen von Streifenhechtling

Streifenhechtling
Jeff Kubina, Hechtlinge, CC BY-SA 2.0

Mit seiner Größe von 8 bis 10 cm gehört die Hechtart zu den größten Exemplaren der Gattung Aplocheilus. Die charakteristischen Merkmale sind: ausgestreckter Körper, abgeflachter Kopf, markant ausgeprägtes Maul und Augen. Die Rückenflosse ist eher klein und sitzt weit hinten. Die Afterflosse ist groß und spatelförmig gebaut.

Die Färbung des Streifenhechtlings zeigt einen hellgrünen bis olivgrünen Ton am Rücken und einen fast weißen Bauch. An den Flanken sind mehrere Querstreifen zu erkennen. Sie sind mit grünlich-golden schimmernden Glanzschuppen geschmückt. Diesen Querstreifen verdankt der Fisch seinen Namen.

Die optischen Erscheinungen können variieren und unterscheiden sich deutlich bei den Geschlechtern.

Haltungsbedingungen:

  • Artgerechtes Becken mit mindestens 100 cm Kantenlänge
  • Schwimmpflanzen zum Verstecken und als Springbremse
  • Eventuell eine Aquarium- Abdeckung als zusätzliche Springbremse
  • Keine Vergesellschaftung mit Größen unter 4 cm
  • Haltung von einer Gruppe mit mindestens 1 Männchen und 2 Weibchen
  • Ausgeglichene Wasserwerte mit einer Temperatur von 22 – 26 ° C
  • Überwiegend Lebendfutter
  • Vergesellschaftung mit Größen unter 4 cm

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter der Streifenhechtlinge lassen sich anhand der Körperstatur leicht unterscheiden. Die Männchen sind deutlich größer und kräftiger als die Weibchen. Sie sind auffälliger gefärbt und die Bauchflossen sind verlängert. Die Querstreifung verblassen mit den Jahren, aber die grün- goldene Glanzfärbung auf dem Rücken und an den Körperseiten verstärkt sich zunehmend. Junge Männchen besitzen ein gelbes Band in der Afterflosse.

Die Weibchen sind auffallend quergestreift. Die Afterflosse ist transparent und zeigt wenige dunkle Punkte und einen roten unteren Saum. Auf der Rückenflosse ist ein dunkler, runder Fleck erkennbar.

Wasserwerte für den Streifenhechtling

Der Hechtling ist in der freien Natur ständig wechselnden Wasserverhältnissen ausgesetzt. Aus diesem Grunde stellt er auch keine hohen Ansprüche an die Wasserwerte im Aquarium.
  • Temperatur: 22 bis 26° C
  • pH -Wert: 6 bis 7, 5
  • Gesamthärte: 5 bis15 dgH
  • Karbonathärte: bis 12 dgH
Die Wasserqualität muss sauber, klar und gut gefiltert sein. Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist einzuplanen.

Futter und Ernährung für Streifenhechtlinge

In der freien Wildbahn fängt der Raubfische Anfluginsekten wie beispielsweise Moskitos. Das Futter im Aquarium sollte überwiegend lebendig aber auf jeden Fall proteinhaltig sein:
  • Mückenlarven, Fruchtfliegen, Grindal Würmchen
  • Kleingehacktes, frisches Fleisch
  • Gelegentlich „schwimmendes“ Flockenfutter
  • Handelsübliches Fischfutter und Frostfutter
Es kommt Lebendfutter bis zur halben eigenen Körpergröße infrage.

Das ideale Aquarium für Streifenhechtling

Ein Streifenhechtling benötigt eine Beckengröße von mindestens 100 cm Kantenlänge. Da der Fisch die meiste Zeit unter der Wasseroberfläche auf Beute lauert, müssen Schwimmpflanzen zum Verstecken vorhanden sein. Außerdem machen Hechte auch Jagd auf die eigene Art, weshalb eine dichte Randbepflanzung weitere Verstecke bieten muss. Der richtige Bodengrund des Aquariums besteht aus feinem Sand.

Zur Verhinderung von Paarungsstress erfolgt eine Besetzung von einem Männchen mit zwei bis drei Weibchen.

Die ideale Technik besteht aus einem guten Filter, einem Heizstab, einer nicht zu hellen Beleuchtung und einer Abdeckung. Bei guter Pflege kann der Streifengechtling zwei bis drei Jahre alt werden.

Letzte Aktualisierung am 5.12.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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