Seemandelbaumblätter gegen Fischkrankheiten

Was sind Seemandelbaumblätter?

Seemandelbaumblätter sind auch bekannt als die Blätter des Katappenbaumes (Terminalia Catappa).

Der Katappenbaum ist beheimatet in den tropischen Küstenregionen Ostafrikas und Asiens. Die Huminsäuren der Blätter dieser Laubsorte wirken stark antibakteriell und eignen sich damit speziell für den Einsatz in Aquarien. Sie werten die Wasserqualität auf und besitzen eine vorbeugende und heilende Wirkung bei Infektionen von Fischen.
Nicht umsonst sind sie das Erfolgsgeheimnis südostasiatischer Fisch- und Garnelenzüchter.

Warum helfen diese gegen Fischkrankheiten?

Die Seemandelbaumblätter enthalten eine Vielzahl interessanter Inhaltsstoffe. Sie beinhalten mehrere Flavonoide wie Quercetin, eine Reihe von Tanninen wie Punicalin sowie eine Reihe von Saponinen und Phytosterinen.

Diese Stoffe sind ein natürliches Heilmittel für viele Fischkrankheiten.

Die Blätter zersetzen sich schleichend, sobald sie in ein Aquarium integriert werden. In diesem Prozess werden Tannine freigesetzt, die den pH-Wert des Wassers senken. Diese haben antimykotische und antibakterielle Eigenschaften.  Zugleich gibt es vereinzelte Beweise und Theorien, wonach die Stoffe die Toxizität von Schwermetallen im Aquarium verringern und sie binden. Des Weiteren geben die Tannine dem Wasser eine bräunliche Farbe, die den natürlichen Lebensraum vieler Fischarten ideal nachahmt.

Bei welchen Krankheiten und Beschwerden helfen Seemandelbaumblätter?

Sie dienen außerdem:

  • zur Stärkung des Immunsystems
  • zur besseren Genesung bei Entzündungen
  • zum Schutz der Schleimhäute

Anwendungshinweise im Aquarium

Einige Aquarianer verwenden die Blätter die ganze Zeit, während andere sie nur für spezielle Zwecke verwenden.

Wann können die Blätter verwendet werden?

  • beim Einrichten eines neuen Aquariums
  • bei der Einrichtung eines Zuchtbeckens
  • bei der Haltung empfindlicher Fischarten
  • während dem Transport eines Fisches in ein neues Aquarium
  • während einer bakteriellen oder fungalen Erkrankung des Fisches

Es ist zu beachten, dass ein Fisch, der zwischen den Seemandelbaumblättern aufgezogen wurde, den raschen Wechsel in eine andere Umgebung möglicherweise nicht gut bewältigen kann.

Hinweise zur Anwendung

Vorbereitungen

Bewahren Sie Ihre Seemandelbaumblätter an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur auf!  Trockene Blätter können gut und gerne sechs Monate in adäquater Umgebung gelagert werden.
Empfehlenswert ist ein wasserdichter Behälter, der das Eindringen von Luft und Licht verhindert. Entfernen Sie Aktivkohle und synthetische Filtermedien aus dem Aquarium!
Verwenden Sie keine schimmeligen Blätter!

Dosierung

Die folgenden Dosierungen beziehen sich auf Blätter von 15 bis 25 cm. Die Verwendung von zwei Blättern pro 50 Liter Wasser ist eine gute Faustregel. Züchter verwenden normalerweise ein Blatt in Zuchtbecken mit einem Volumen von 20 Litern.

Zeitraum der Anwendung

Wenn Sie die Blätter nicht mit einem Stein verankern, schwimmen sie erfahrungsgemäß 2–3 Tage, bevor sie sinken.  Das Einsinken ist natürlich und bedeutet nicht, dass Sie die Blätter wechseln müssen. Sie zerfallen gewöhnlich nach ein oder zwei Monaten, abhängig davon, wie aktiv Ihr Fisch versucht, sie zu zerstören. Aquaristen, denen der Anblick von zerrissenen Blättern missfällt, tauschen diese normalerweise alle 2–3 Wochen aus. Dies hat jedoch rein ästhetische Gründe. Normalerweise werden die Blätter nicht öfter als alle zwei Monate gewechselt.

Wo kann man Seemandelbaumblätter erhalten?

Seemandelbaumblätter stehen in jedem gut sortierten Fachgeschäft für Heimtierbedarf zum Verkauf. Sind sie nicht vorhanden, besteht in diesen Geschäften die Möglichkeit die Blätter für Sie bestellen zu lassen.  Zu günstigeren Konditionen finden Sie sie bei diversen Versandhändlern im Internet.

Seemandelbaumblätter gegen Fischkrankheiten
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Letzte Aktualisierung am 19.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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