Schwertträger – Zucht und Aufzucht

Der Schwertträger gehört zu der Gattung der sogenannten lebendgebährenden Zahnkarpfen. Diese Fische bringen ihre Jungfische lebendig auf die Welt und legen keine Eier. Der folgende Ratgeber beschreibt, wie die Zucht des Schwertträgers gelingt und was es dabei alles zu beachten gilt.

Notwendigen Bedingungen für die Zucht

Schwertträger
Schwertträger © Martin Wisenhöfer

Für die Zucht des Schwertträgers wird kein zusätzliches Zuchtbecken benötigt. Denn wenn einige männliche wie auch weibliche Tiere in einem Aquarium gehalten werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Jungfische im Becken zu sehen sind. Das klappt sowohl in einem Gesellschaftsbecken mit anderen Tieren wie auch in einem speziellen Artbecken. Wichtig ist, dass sich in dem Aquarium viele Pflanzen befinden, in denen sich die Jungfische vor eventuellen Fressfeinden verstecken können.

Idealerweise schwimmen einige von diesen auch an der Wasseroberfläche. Am besten gelingt die Zucht, wenn sich in dem Becken nur friedliche Bewohner befinden. Skalare und Barsche sehen den Nachwuchs dagegen als Nahrung an und versuchen ihn zu fressen.

Das Balzverhalten

Bei der Paarung zeigt das Männchen ein sehr intensives Balzverhalten. Es tanzt das Weibchen mit ausgestreckten Flossen und seiner vollen Farbpracht rückwärts an. Dann führt es das sogenannte Gonopodium (das männliche Geschlechtsteil) in die Genitalöffnung seiner Partnerin ein und befruchtet es. Wie andere lebendgebährende Zahnkarpfen (zum Beispiel Guppys oder Platys) docken auch Schwertträger auf diese Weise am Weibchen an. Hierbei hilft ihnen ein Haken an der Spitze des Gonopodiums. Dadurch kann das Weibchen nicht flüchten und es kommt zur Paarung.

Brutpflege und Fütterung

In einem Gesellschaftsbecken überleben die Jungtiere nur sehr selten. Insbesondere dann, wenn sich in diesem auch Barsche und andere Raubfische befinden. Somit macht es Sinn, den Nachwuchs in ein extra Becken zu setzen, bis er groß genug ist und nicht mehr gefressen werden kann. Auf ein Aufzuchtbecken sollte dagegen verzichtet werden, da dieses nur sehr wenig Platz bietet.

Der Moment der Geburt kann daran erkannt werden, wenn das Weibchen sehr nervös durch das Aquarium schwimmt. Sehr häufig hält es sich dann in Bodennähe auf.

Aufzucht der Jungfische

Damit die Jungtiere auch in einem Gesellschaftsbecken überleben, sollten sie in einem dicht bewachsenen Aquarium gehalten werden. Zudem brauchen sie hierfür zerbröseltes Trockenfutter. Hier gilt es darauf zu achten, dass die anderen Beckenbewohner dieses nicht abfangen. Alternativ gibt es in jeder Zoohandlung spezielle Nahrung für Jungfische. Dieses enthält viele wertvolle Stoffe, die der Nachwuchs in der ersten Zeit zum Wachsen braucht. Ältere Weibchen können enorme 80 Junge auf die Welt bringen, bei jüngeren Weibchen sind es 50 bis 60 Junge.

Weiterlesen: Schwertträger Haltung und Porträt

Schwertträger – Zucht und Aufzucht
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Letzte Aktualisierung am 19.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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