Paradiesfisch – Haltung und Porträt

Was zeichnet den Paradiesfisch aus?

Paradiesfische gehören zu den ältesten kultivierten Aquarienfischen in Europa. 1869 brachte ein französischer Soldat die ersten Exemplare nach Frankreich, von wo aus sie sich unter Aquarienfreunden schnell ausbreiteten. Die männlichen Tiere weisen mitunter sehr schöne bläulich bis orangefarbene Farbtöne auf, die sich zur Balz weiter intensivieren. Das attraktive Äußere und seine verträgliche Art machen den Paradiesfisch zu einem beliebten Bewohner für alle Süßwasseraquarien. Gehalten werden sie zumindest paarweise, gern auch in Gesellschaftsaquarien gemeinsam mit Sumatrabarben, Schmerlen oder kleinen asiatischen Bärblingen.

  • Süßwasserfisch
  • einfach in der Haltung
  • auch für Gesellschaftsaquarien geeignet

Das Aussehen des Paradiesfisches

Paradiesfisch
© Mirko Rosenau Fotolia.com

Paradiesfische haben eine bräunlich-orange bis gelbe Grundfärbung. Die meisten Arten sind entlang der Ober- und Unterseite sowie an der Schwanzflosse leuchtend Blau gezeichnet. Entlang des Rumpfes ziehen sich 6 bis 11 Querstreifen in der Grundfarbe.

Kopf und Nacken können dunkelbraun, grüne oder schwarze Abzeichen tragen. Typisch für den Paradiesfisch ist der blau bis grün schimmernde und rot oder orange eingefasste Opercularfleck auf den Kiemendeckeln.

Die männlichen Exemplare zeigen wunderschön fadenförmig verlängerte Flossen an Rücken sowie Bauch, zudem ist sie Schwanzflosse tief gegabelt und läuft schleierförmig aus. Insgesamt ist der Körperbau des Paradiesfisches länglich und seitlich abgeflacht.

Haltungsbedingungen

Gehalten wird der Fisch in Gruppen von einem Männchen mit zumindest einem weiteren oder mehreren Weibchen. Männliche Paradiesfische reagieren äußerst aggressiv auf Geschlechtsgenossen und sollten wirklich nur einzeln gehalten werden. Der Paradiesfisch zählt zu den Labyrinthfischen und muss zum Luftholen an die Wasseroberfläche aufsteigen. Zugluft über dem Aquarium muss unbedingt vermieden werden. Eine Abdeckung sorgt zuverlässig dafür, dass die Temperatur der Atemluft in etwa der Wassertemperatur entspricht und der Paradiesfisch sich beim Luftholen nicht erkältet. Paradiesfische sind muntere Tiere, verstecken sich gern und freuen sich über ein abwechslungsreich gestaltetes Aquarium.

  • Haltung zumindest paarweise
  • immer nur ein Männchen halten
  • Aquarium muss abgedeckt werden

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen sind mit einer Körperlänge von ca. 11 cm etwas größer und länger als die Weibchen, die bei etwa 8 cm bleiben. Zudem sind die weiblichen Tiere insgesamt blasser gefärbt und die Flossen kleiner und dezenter geformt. Während der Balz intensiviert sich die Farbenpracht der Männchen deutlich.

Wasserwerte für den Paradiesfisch

Paradiesfische sind recht tolerante Fische. Sie begnügen sich normalerweise mit reinem, leicht abgestandenen Leitungswasser. Mäßige Schwankungen der Wasserqualität und -werte werden in der Regel auch sehr gut vertragen. Sie eignen sich für kühlere Gewässer und manche Halter setzen sie im Sommer sogar in den Gartenteich um. Die Wassertemperatur darf weder im Aquarium noch im Freiland jemals unter 16° C absinken.

  • Wassertemperatur: 15° C-20° C, zur Zucht bis 24° C
  • pH-Wert: 6,0-8,0
  • Gesamthärte: 5°-20°
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Futter und Ernährung für den Paradiesfisch

Was die Nahrungsaufnahme angeht, zeigt sich der Paradiesfisch weiterhin unkompliziert. Fertigfutter als Pulver, Tabletten oder Granulat wird ebenso gern angenommen wie Lebendfutter. Der Paradiesfisch kann das Maul recht weit aufschließen und auch größere Futterstücke problemlos aufnehmen. Geeignet sind Mückenlarven, Cyclops, und Artemia. Um eine einseitige Ernährung zu vermeiden, sollte das Futterangebot regelmäßig gewechselt werden.

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Das ideale Aquarium für den Paradiesfisch

Als Mindestmaß gelten 80 cm Beckenbreite. Paradiesfische bewegen sich gern und sollten ausreichend Versteckmöglichkeiten haben. Das Aquarium darf guten Pflanzenbewuchs zeigen, krautige Wasserpflanzen werden vom Paradiesfisch bevorzugt. Der Bewuchs darf dennoch nie zu intensiv werden. Die Fische müssen zum Luftholen jederzeit problemlos die Wasseroberfläche erreichen können. Schwimmpflanzen wie Ceratopteris cornuta eignen sich zum Nestbau und bieten zusätzlichen Schutz.

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  • Dieser Hornfarn kann nicht unter Wasser wachsen wie Ceratopteris cornuta und C. thalictroides, sondern nur schwimmend oder als Sumpfpflanze auf Schlammboden.
  • Form und Größe dieses Farns variieren sehr je nach den Standortbedingungen.
  • ab 80 cm Beckenbreite
  • mit vielen Versteckmöglichkeiten
  • Oberfläche muss zum Luftholen frei bleiben

>> Weiterlesen: Paradiesfische: Zucht und Aufzucht

Letzte Aktualisierung am 13.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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