Paradiesfisch – Zucht und Aufzucht

Paradiesfisch
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Paradiesfische gehören zur Kategorie der Labyrinthfische und gelten in dieser als einfach zu züchten.

Für eine erfolgreiche Zucht gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, die hier näher betrachtet werden.

Die Bereitschaft, sich zu vermehren, hängt vor allem von zwei Faktoren ab, nämlich der

  • Temperatur und
  • Beleuchtungsdauer.

Notwendige Bedingungen für die Zucht

Ein Paradiesfischpaar sollte zu Zuchtzwecken in ein separates Becken gesetzt werden. Dieses muss ausreichend Platz bieten, sodass sich Männchen und Weibchen zurückziehen können. Eine Temperaturerhöhung des Wassers löst die Laichbereitschaft aus. Als Optimaltemperatur gelten Werte zwischen 23 und 28 Grad Celsius.

Das Balzverhalten des Paradiesfisches

Stimmt die Wassertemperatur und die Paradiesfische sind in Laichstimmung, werden sie aggressiv. Das Männchen beginnt damit, Luftblasen zu erzeugen und aus diesen an der Wasseroberfläche ein sogenanntes Schaumnest zu bauen. Artgenossen sind in dieser Zeit unerwünscht und werden bekämpft. Ein laichbereites Weibchen darf sich nur dann nähern, wenn es das Männchen ermutigt, das Schaumnest auszubauen. Dafür überprüft es das Nest wieder und wieder und verdeutlicht dadurch die Paarungsbereitschaft.

Das Laichverhalten

Schaumnest Fadenfisch
© Moni Adler

Sobald das Männchen ein optimal erscheinendes Schaumnest gebaut hat, laicht das Weibchen darin ab. Dies geschieht bereits bei Temperaturen ab 20 bis 22 Grad Celsius. Im Aquarium lebend, sind Paradiesfische praktisch immer in der Stimmung zu laichen. In dieser lassen sie sich kaum vergesellschaften. Das Weibchen wird in der Laichphase rundlicher, besonders im Bauchbereich. Es kann bis zu 500 Eier pro Laichsaison produzieren.

Brutpflege und Fütterung

In der Brutpflege der Paradiesfische sind die Rollen klar verteilt. Das Männchen umsorgt das Nest, während das Weibchen das gesamte Revier verteidigt. Paradiesfische leben in treuen Partnerschaften. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Zucht ist genügend Platz. Ein Paar kann durchaus ein 300 Liter Aquarium für sich in Anspruch nehmen und keinerlei Artgenossen dulden. Das Weibchen überwacht das Männchen in der Brutpflege und schreitet ein, sollte nicht mehr genügend Schaum vorhanden sein oder eine Larve entschwinden. Sollte dem Männchen während der Brutpflege etwas zustoßen, setzt das Weibchen die Pflege des Nests fort.

Die Aufzucht der Jungfische

Junge Paradiesfische gedeihen am besten in einem Aufzuchtbecken mit einem Wasserstand zwischen 10 bis 15 Zentimetern. Der niedrige Stand stellt sicher, dass im gesamten Becken genügend Sauerstoff von der Wasseroberfläche zur Verfügung steht. Kies oder Sand eignen sich als Boden des Beckens und bietet Pflanzen die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Es ist anzuraten, nicht alle Larven aus dem Schaumnest in das Aufzuchtaquarium zu überführen, um die Startbedingungen für die einzelnen Paradiesfischlarven zu verbessern.

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Sobald diese den Dottersack aufgebraucht haben, benötigen sie Futter. In der Anfangsphase fressen sie ausschließlich

  • schwimmende Einzeller wie beispielsweise Pantoffeltierchen und
  • festsitzende Einzeller wie Glockentierchen.

Alternativ dienen Infusorien, also Kleinstlebewesen aus dem Fachhandel für Aquarien als Nahrung für die jungen Paradiesfische. Wichtig bei der Aufzucht ist die Temperatur im Aquarium. Diese sollte niedrig gehalten werden, sodass sichergestellt ist, dass die Fische langsam heranwachsen und einen kräftigen Körper entwickeln können. Ist das Wasser zu warm, wird ein zu frühes Flossenwachstum eingeleitet. Die Paradiesfische tendieren dann zu Zwergenwuchs.

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>> Weiterlesen: Paradiesfische: Haltung und Porträz

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