Odessabarbe

Datenblatt Odessabarbe

Deutscher Name: Odessabarbe
Wissenschaftlicher Name: Pethia padamaya
Herkunft: Indien und Sri Lanka
Größe: Körperlänge 7 cm – max. 9 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 70 cm Breite
Inhalt:
Wasserwerte
Temperatur: 18°- 22° C, im Winter 14°- 18° C
PH: 6,3 – 7
GH: 5° – 20° dH
Verhalten
Bereich: alle Wasserschichten
Futter: Vor allem Zooplankton und anderes Lebendfutter
Verhalten: friedlich
Anzahl: Schwarmfisch, mindestens 6 Tiere
Schwierigkeitsgrad: Anfänger, Zucht mittel

Herkunft

Kaum eine andere Barbenart ist so oft umbenannt worden, wie die Odessabarbe. Das mag wohl u. a. daran liegen, dass ihre Herkunft und Abstammung im Dunkeln liegt. Neuerdings wird sie als eigenständige Art angesehen, die Fließgewässer und Seen auf dem indischen Subkontinent vom Himalaja bis Südindien und Sir Lanka besiedelt. Es gibt jedoch keine Erstbeschreibung mit einer präzisen Fundortangabe. Man vermutet, dass es sich bei der Odessabarbe um eine Rasse oder Farbvariabilität der Zweipunktbarbe (Pethia ticto) handeln könnte. Die Zweipunktbarbe wurde seit ihrer Einführung als Aquarienfisch in Europa von Fischspezialisten mindestens 8 mal umbenannt.

Und der Odessabarbe ist es nicht viel besser ergangen: Sie wird Odessabarbe genannt, weil sie zuerst in russischen Aquarien auftauchte. Nach anderen Angaben wurde sie zuerst 2008 in einem Gartenteich in Myanmar entdeckt. Allerdings könnte es sich bei diesem Fund auch um eine Unterart der Zweipunktbarbe handeln, die Sonnenfleckbarbe (Pethia ticto stoliczkanus) genannt wird und aus dem Einzugsgebiet des Irawadi, dem größten Fluss Myanmars, stammt.

Aussehen

Odessabarbe Männchen im Aquarium
Cedricguppy – Loury Cédric, Pethia padamya – male – AquaPorteDoree 01, CC BY-SA 4.0

Die Odessabarbe bleibt mit nur 7 bis maximal 9cm deutlich kleiner als die Zweipunktbarbe. Während die Zweipunktbarbe eher farblos ist, bekommen die Männchen der Odessabarbe zur Fortpflanzungszeit einen breiten, leuchtend roten Längsstreifen, der vom Auge bis zur Basis der Schwanzflosse reicht. Deswegen wird die Odessabarbe auch manchmal Rubinbarbe genannt. Bei den Männchen der Zweipunktbarbe ist dagegen der Körper zur Laichzeit nur schwach rötlichbraun überhaucht.

Odessabarbe Weibchen im Aquarium
Cedricguppy – Loury Cédric, Pethia padamya – femelle – AquaPorteDoree 02, CC BY-SA 4.0

Haltung

Odessabarben hält man am besten in einem kleinen Schwarm ab 6 Tiere in einem Becken von mindestens 70cm Länge. Im Sommerhalbjahr sollte die Wassertemperatur im Aquarium zwischen 18 und 22oC liegen im Winter wird sie auf 14 bis 18oC gesenkt. Die Fische entwickelt sich dann besser und kommen später eher in Paarungsbereitschaft.

Die Odessabarbe kann auch zwischen Ende Mai und Anfang Oktober zur Sommerfrische in einen Gartenteich gehalten werden. Die Wasseroberfläche des Teichs sollte teilweise abgeschattet sein, damit das Wasser an hießen Sommertagen nicht zu sehr aufgeheizt wird. Zur Beschattung eignen sich Röhrichtpflanzen oder Bambus am Teichufer. Hilfreich sind auch Schwimmpflanzen oder Schwimmblattpflanzen wie See- und Teichrosen, unter denen die Fische sich im Schatten aufhalten können.

Im Aquarium sollte das Wasser leicht sauer bis neutral (pH 6,5 bis 7,0) und weich bis mittelhart sein (Gesamthärte zwischen 5 und 20odH).

Nahrung

Odessabarben können mit Lebend- und Trockenfutter ernährt werden. Füttert man mit roten Zuckmückenlarven oder anderen Futtertieren, die den roten Farbstoff Hämoglobin enthalten, dann fördert man damit auch die Rotfärbung der Odessabarbe zur Laichzeit. Hierzu ein Tipp: Man nimmt Trockenfutter, weicht die Futterflocken in etwas Wasser auf und mischt dann pulverförmiges Edelsüßpaprika darunter. Wahrscheinlich gelingt die intensive Rotfärbung aber auch einfacher mit Hilfe von TetraRubin© Flockenfutter.

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen der Odessabarbe haben zur Laichzeit einen leuchtend rot gefärbten Längsstreifen. Außerhalb der Laichzeit erkennt man die Männchen am schlankeren Körperbau und an der dunkel getüpfelten Rückenflosse.

Zucht und Aufzucht

Zur Zucht nimmt man ein etwas kleineres Becken (ca. 50cm Länge), welches mit einem Laichbereiten Weibchen (zu erkennen am deutlich sichtbaren Laichansatz) und mehreren Männchen besetzt wird. Die Wassertemperatur wird auf 24 bis 28oC erhöht. Nach dem Ablaichen und Befruchten der Eier werden die Fische wieder herausgefangen, denn auch Odessabarben sind wie die meisten Barbenarten Laichräuber, die auch vor der eigenen Brut nicht Halt machen.

Eine Woche, nachdem die Jungfische freischwimmen, sollte die Wassertemperatur schrittweise auf 22oC gesenkt werden. Ab der 4. Woche kann die Wassertemperatur nachts auf 19oC gesenkt werden. Diese Temperaturwechsel stärken die Widerstandskraft der Fische und wachsen schneller heran.

Vergesellschaftung

Die Odessabarbe ist ein schwimmfreudiger, aber friedlicher Schwarmfisch, der sich in allen Wasserzonen im Becken aufhält. Diese Barben können auch mit anderen ebenso friedlichen und lebhaften Zierfischarten zusammen gepflegt werden. Auf die Vergesellschaftung mit nah verwandten Arten aus der Gattung Pethia (unter anderem der Purpurkopfbarbe und der Prachtbarbe) sollte man aber verzichten, da sie sich untereinander kreuzen können und dann eher farblose Bastarde als Nachkommen erzeugen. Die Verwirrung und das Namenschaos rund um die Odessabarbe sind auch so schon groß genug!

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