Metallpanzerwelse – Zucht und Aufzucht

Metallpanzerwels
© Daniel Nimmervoll

Wildfänge des Metallpanzerwelses, Corydoras aeneus, beginnen im Herbst mit der Eiablage. Nachzuchten, die in heimischen Aquarien schwimmen, laichen unabhängig von der Jahreszeit. Für einen guten Zuchterfolg müssen nicht nur ein paar wichtige Rahmenbedingungen geschaffen werden, auch das Alter der Fische spielt eine entscheidende Rolle. Je älter die Tiere sind, desto weniger Jungtiere sind zu erwarten. Der beste Zuchterfolg lässt sich mit Tieren im Alter zwischen zehn und achtzehn Monaten erzielen.

Notwendigen Bedingungen für die Zucht

Das Geschlecht der Metallpanzerwelse zu bestimmen ist gar nicht so schwer.

Weibchen:

  • voller, robuster Körper

Männchen:

  • eher schmalerer Körperbau

Als Brutaquarium genügt ein 10-Liter-Becken. Im Gemeinschaftsbecken besteht die Gefahr, dass die Eier von anderen Fischen gefressen werden. Das Wasser muss weich und leicht sauer sein. Das Becken sollte mit einer feinsandigen Grundfläche ausgestattet sein. Die Bepflanzung kann recht karg ausfallen, eine großblättrige Pflanze reicht vollkommen aus und eine Filtrierung irgendeiner Art ist zwingend notwendig.

Sind die Metallpanzerwelse träge und etwas widerspenstig, wird der Wasserstand im Becken um 30 bis 40 Prozent innerhalb einer Woche verringert. Danach wird die entnommene Wassermenge mit frischem Wasser ersetzt. Die Wassertemperatur sollte dabei geringer als die Temperatur im Aquarium sein. Damit werden die natürlichen Lebensbedingen nachgeahmt. In der Wildnis beginnen die Metallpanzerwelse rechtzeitig beim Einsetzen der Regenzeit zu laichen.

Das Balzverhalten

Metallpanzerwelse sind gesellige und verspielte Tiere. Während des Paarungsverhaltens folgen die Männchen dem Weibchen, welches auf der Suche nach einem geeigneten Platz zum Laichen ist. Aufgeregt schwimmt das Tier im Aquarium umher und an diesem Verhalten lässt sich gut erkennen, dass die Fische in Kürze mit dem Laichen beginnen werden. Ein Männchen wird sich in der typischen T-Formation direkt vor dem Weibchen positionieren und Männchen als auch Weibchen beginnen zu zittern.

Das Laichverhalten

Das Weibchen hat zwischen ihren Bauchflossen die Eier eingeklemmt. Das erklärt auch die ausgedehnten, fächerförmigen Flossen. Sobald das Weibchen die Eier freisetzt, setzt das Männchen sein Sperma ab, um die Eier zu befruchten. Dann platziert das Weibchen die aneinanderhaftenden Eier an einer glatten Oberfläche, die zuvor von ihr gereinigt wurde. Die glatte Oberfläche kann ein Pflanzenblatt oder, was eher der Fall ist, eine Seite des Beckens sein. Für welche Oberfläche sich das Weibchen entscheidet, sie befindet sich in den oberen Wasserregionen und nicht auf dem Sand oder auf den Steinen.

Brutpflege und Fütterung

Nach der Eiablage ist zu empfehlen, entweder die adulten Fische oder die Eier aus dem Becken zu entfernen. Die Entfernung der Eier erfolgt mit einem Lineal oder Rasiermesser und die Eier werden sehr vorsichtig in ein Sieb gelegt. Das Sieb wird so in das Becken gehängt, dass es sich gerade unter der Wasseroberfläche befindet. Das Wasser im Sieb muss mit einem luftbetriebenen Schwammfilter immer wieder erneuert werden. Nach rund 48 Stunden schlüpfen die Jungfische.

Aufzucht der Jungfische

Nach dem Absaugen des Schleimüberzugs, wird die junge Brut in ein unbewohntes Becken gesetzt und mit frisch geschlüpften Salzkrebschen gefüttert. Sind die Jungfische herangewachsen, bekommen sie Daphnia und zerkrümmelte Flocken zu fressen.

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Zubehör für die Zucht:

  • Zuchtaquarium
  • Filter
  • Plastiksieb
  • Kies- oder Sand
  • Höhle
  • ein oder zwei Pflanzen
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Letzte Aktualisierung am 19.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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