Messingsalmler

Hemigrammus rodwayi

Datenblatt Messingsalmler / Gold-Tetra

Deutscher Name: Messingsalmler / Gold-Tetra
Wissenschaftlicher Name: Hemigrammus rodwayi
Herkunft: unteres Amazonasgebiet und Guyana
Größe: Körperlänge 4 cm – max. 5,5 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 60 cm Breite
Inhalt:
Wasserwerte
Temperatur: 24°- 28° C, Zuchttemperatur ca. 26° C
PH: 6,3 – 7
GH: 2° – 12° dH, max. 15° dH
Verhalten
Bereich: mittlerer Bereich
Futter: Wasserflöhe, Mückenlarven u. ä. Lebendfutter, Frost- oder Trockenfutter als Ergänzung
Verhalten: friedlich,aber lebhaft und schwimmfreudig
Anzahl: Schwarmfisch, ab 10 Tiere
Schwierigkeitsgrad: mittel

Aussehen

Messingsalmler im Aquarium
Daiju Azuma, Hemigrammus rodwayi by DaijuAzuma, CC BY-SA 4.0

Der Messingsalmler hat eine relativ schlanke Körperform, nur geringfügig hochrückig und seitlich nur leicht zusammengedrückt. Die Rückenpartie ist gelblich-grün gefärbt. In den Flanken wird die Färbung heller und geht in ein bläuliches Grün über. Entlang der Seitenlinie ist ein schmaler, silbern glänzender Längsstreifen zu sehen, der auf der Schwanzwurzel durch einen meist dreeickigen, schwarzen Fleck abgelöst wird. Dieser Fleck wird meist oben und unten von einer schmalen Zone in Orange oder Rot begrenzt. Die obere Hälfte der Iris ist rotgolden, die untere silbern gefärbt.

Von Hemigrammus gibt es eine goldgelbe Variante, Gold-Tetra genannt. Sie wurde früher zunächst für eine eigene Art gehalten und unter dem Namen Hemigrammus armstrongi beschrieben. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass eine parasitäre Erkrankung der Hautpartie eine solche Farbreaktion ausgelöst wird, während andere Krankheitssymptome beim Fisch nicht auftreten. Diese Farbvariante kann man zwar weiter züchten, aber in der nächsten Generation ist die Goldfärbung schon wieder verschwunden und die Körperfärbung des Nachwuchses entspricht dem für Messingsalmler typischen Muster.

Diese „Krankheit mit Goldfärbung“ ist jedoch nicht ansteckend. Man kann auch solche Fische bedenkenlos mit normal gefärbten Messingsalmlern oder anderen geeigneten Zierfischen zusammen halten. Allerdings scheinen Messingsalmler allgemein etwas anfälliger für Hautparasiten zu sein als andere Salmlerarten. Es handelt sich dabei um ein Entwicklungsstadium von Saugwürmern. Die Fischhaut wehrt sich dann gegen den Parasiten, indem vermehrt Guanin ausgeschieden wird. Und dieses Guanin bewirkt, dass die Haut aussieht, als wäre sie mit Goldstaub überzogen.

Haltung

Die Meinungen der verschiedenen Autoren von Literatur über Salmler liegen oft weit auseinander und reichen bei der Haltung des Messingsalmlers von problemlos bis schwierig zu pflegen.

In jedem Fall sollte der Bodengrund feinkörnig und hell (Sand oder Feinkeis) sein. Das Wasser wird über ungedüngten Torf gefiltert oder mit einem Schwarzwasserzusatz angereichert, bis eine helle Bernsteinfärbung entsteht. Messingbarben brauchen möglichst weiches und leicht saures Wasser.

Das Wasser wird intensiv gefiltert, sodass im Becken eine leichte und gleichmäßige Strömung entsteht, gegen die die Salmler anschwimmen können. Das Aquarienwasser muss in regelmäßigen Intervallen zu einem Teil gegen Frischwasser ausgetauscht werden.

Die Wasserpflanzen werden in Gruppen angeordnet, sodass dazwischen noch genügen Freiraum zum Schwimmen bleibt.

Nahrung

In seinen Heimatgewässern des Amazonasgebietes ernährt sich der Messingsalmler vor allem von Mückenlarven und Kleinkrebsen. Im Aquarium kann man den Messingsalmler entsprechend mit Lebendfutter (Wasserflöhen, Hüpferlinge und Mückenlarven) versorgen, ergänzt durch Flockenfutter.

Geschlechtsunterschiede Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind bei den Messingsalmlern gering. Die Weibchen sind etwas korpulenter. Die Afterflosse der Männchen hat einen weißen Vorderrand, der bei den Weibchen fehlt.

Zucht und Aufzucht

Ein gut miteinander harmonierendes Paar des Messingsalmlers setzt man in ein separates Aufzuchtbecken von etwa 50 bis 60cm Länge um. Das Wasser sollte klar und über ungedüngtem Torf gefiltert sein. Die Wassertemperatur wird auf 26 bis 28oC und der pH-Wert auf etwa 6,3 eingestellt. Die Gesamthärte sollte unter 8odH liegen.

Wie alle Salmler der Gattung Hemigrammus ist der Messingsalmler ein Freilaicher, der keine Brutpflege betreibt. Die Eier werden zwischen feinfiedrigen Pflanzen abgelaicht. Um sie vor dem Zugriff der Eltern zu schützen, wird der Beckenboden mit einem Laichrost ausgelegt oder mit etwa kirschgroßen Kieselsteinen ausgelegt, zwischen die die Eier auf den Boden sinken können. Anschließend werden die Eltern wieder herausgefischt und ins Art- oder Gesellschaftsbecken zurückgesetzt.

Die Eier müssen vor Licht geschützt werden. Das Becken bleibt deshalb solang unbeleuchtet, bis die Fischbrut nach 1 bis 2 Tagen geschlüpft ist. Bis der Dotterscack aufgezehrt ist, hängen die Fischlarven wie kleine Stäbchen meist regungslos an den Pflanzenblättern oder Aquarienscheiben. Nach etwa 3 bis 4 Tagen bis der Dottersack aufgezehrt und die Jungfische beginnen frei umher zu schwimmen. Nun müssen sie mit sehr feinem Staubfutter versorgt werden. Ersatzweise gibt man ein durch ein Sieb fein zerriebenes, hartgekochtes Eigelb. Nach 1 bis 2 Wochen werden sie mit Artemia-Nauplien gefüttert.

Vergesellschaftung

Die Messingsalmler können gut mit anderen Salmlerarten oder anderen friedlichen, aber lebhaften Zierfischarten des Amazonasgebietes zusammen gepflegt werden.

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