Längsband-Ziersalmler

Nannostomus beckfordi

Datenblatt Längsband-Ziersalmler

Deutscher Name: Längsband-Ziersalmler
Wissenschaftlicher Name: Nannostomus beckfordi
Herkunft: Amazonasgebiet, Guyana, Surinam
Größe: Körperlänge 6,5 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 60 cm Breite
Inhalt:
Wasserwerte
Temperatur: 24°- 26° C
PH: 6 – 7,5
GH: 2° – 20° dH
Verhalten
Bereich: mittlerer und oberer Bereich
Futter: Feines Lebend- und Trockenfutter
Verhalten: friedlich, ruhig
Anzahl: Schwarmfisch, mindestens 8 Tiere
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Längsband-Ziersalmler im Aquarium
SelEle-MS, Nannostomus-beckfordi, CC BY-SA 4.0

Aussehen

Der Längsbandziersalmler hat im Gegensatz zu den anderen Vertretern der Gattung Nannostomus keine Zierflosse. Der Längsbandziersalmler hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet in Südamerika, welches vom Orinoco und Rio Nego, das mittlere und untere Amazonasgebiet bis Guyana und Surinma reicht. Deswegen gibt es mehrere lokale Rassen und Farbschlägen. Inzwischen werden auch Nannostomus minimus und Nannostomus aripirangenis zu diesem Formenkreis gezählt, sind also als eigenständige Arten inzwischen nicht mehr anerkannt.

Im Aquarium werden seit vielen Jahren schon 2 Farbvarianten gehalten und gezüchtet: Die Nominatform, auch Anomalus Typ genannt, und der Aripiranga-Typ, der rund um die Insel Aripiranga im Amazonas vorkommt.

Die Nominatform (Anomalus-Typ) hat ein lang-gestreckten, etwas schlankeren und torpedo-ähnlich geformten Körperbau. Die Rückenpartie ist gelblich-grau bis gelb-braun, die Flanken sind deutlich heller gelb und die Bauchseite ist hell-gelblich bis weißlich gefärbt. Die Schuppen in den Flanken haben einen dunklen Rand.

Entlang der Seitenlinie verläuft von der Schnauzenspitze bis in die Schwanzflosse hinein ein dunkles Längsband, welches am oberen Rand hell goldfarben gesäumt wird.

Fühlen sich die Männchen wohl und sind entspannt, dann ist ihre Rückenpartie rötlich überhaucht . Dagegen ist der untere Teil der Afterflosse und der untere Lappen der Schwanzflosse beim Männchen ständig rot gefärbt. Bei den Weibchen dagegen sind alle Flossen farblos und transparent.

Im Dunkeln verblassen diese Farben, stattdessen bildet sich je ein schwarzer Fleck oder eine schwarz Querbinde in der Körpermitte und ein schwarzerFleck, bzw. eine s Querbinde etwas oberhalb des Ansatzes der Schwanzflosse.

Der Apiranga-Typ bleibt kleiner als die Nominatform und hat einen etwas fülligeren Körperbau. Bei diesem Typ hat das dunkle Längsband neben dem oberen gold-gelben Saum noch einen weiteren Saum in Rot. Bei den Männchen sind die Afterflosse und die Bauchflossen rot gefärbt. Die Bauchflossen haben außerdem noch bläulich-weiße Spitzen.

Die Männchen des Apiranga-Typs sind insgesamt etwas dunkler als die Nominatform. Zur Laichzeit ist der ganze Körper rötlich überhaucht, wobei die hintere Körperhälfte besonders intensiv rot gefärbt ist. Ein Teil der Weibchen weist zur Fortpflanzungszeit einen roten Fleck in der Rückenflosse auf.

Haltung

Der Längsbandziersalmler ist zwar recht anspruchslos und einfach zu pflegen. Denn sollte man ihm die Milieubedingungen im Aquarium bieten, die auch andere Arten der Gattung Nannostomus beanspruchen. Dann wird man ihn letztlich lange Zeit erfolgreich pflegen und auch züchten können. Zu diesen Rahmenbedingungen gehören: Klare, sauberes Wasser, über Torf gefiltert mit pH-Werten zwischen 6,0 und 7,5, einer Gesamthärte bis zu maximal 20odH und Wassertemperaturen zwischen 24 und 26oC. Der Bodengrund sollte feinkörnig und dunkel sein und eine dichte Hintergrundbepflanzung haben.

Nahrung

Längsbandziersalmler können mit feinem Lebend- und Trockenfutter ernährt werden.

Geschlechtsunterschiede

Die Weibchen der Längsbandziersalmer sind korpulenter als die Männchen und sie haben farblose, durchsichtige Flossen. Afterflosse und der basale Teil der Schwanzflosse des Männchens der Nminatform sind dagegen rot gefärbt, ihre Afterflosse hat außerdem eine weiße Spitze.

Zucht und Aufzucht

Auch die Zucht des Längsbandziersalmler ist nicht schwierig und gelingt am besten im Paaransatz. Zum Ablaichen reicht bereits ein Becken von 5 bis 10 Liter Volumen. Die Weibchen sind jedoch nicht sehr produktiv, die Zahl der abgelegten Eier eher gering, entsprechend fällt dann auch die Aufzucht der Jungfische aus. Trotzdem lohnt sich der Versuch.

Das Wasser im Zuchtbecken sollte sehr klar sein und über Torf gefiltert werden, sodass das Wasser sehr weich wird mit einer Gesamthärte von weniger als 5odH bei einen pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5. Im Becken werden außerdem noch Büschel feinfiedriger Wasserpflanzen ausgelegt, zwischen denen das Weibchen seien Eier abgelegt. Pro Laichakt sind es jedoch nur 1 bis 3 Eier. Diese Eier sollte man vorsichtig mit einer Pipette mit einer Pipette absaugen und in ein separates Aufzuchtbecken entlassen – nicht ganz einfach, denn die Eier sind winzig und glasklar. Dann kann es passieren, dass das Paar die Eier schneller entdeckt als der potentiell Züchter und die Eier auffrisst, bevor der nächste Laichakt mit den nächsten 1 bis 3 Eiern vollzogen wird.

Bewährt hat sich aber vor allem eine etwas andere Methode: Als Ablaich- und Aufzuchtbecken wird ein lang gestrecktes Aquarium von wenigstens 80cm Länge gewählt. Dieses wird über die gesamte Bodenfläche mit lockeren Büscheln aus Javamoos oder einer feinfiedrigen Myriophyllum-Art ausgelegt. In dieses Becken setzen man mehrere fortpflanzungsbereite Männchen und Weibchen des Längsbandziersalmlers. Die Männchen verteilen sich über das Becken und bilden jeweils ein Revier, welches hartnäckig gegen jeden Rivalen verteidigt wird. In diesem Revier wird dann auch abgelaicht. Die Eltern sind dann so damit beschäftigt, ihr Laichrevier zu verteidigen, dass sie gar nicht mehr dazu kommen, ihren Laich aufzufressen.

Spätestens nach 2 Tagen werden die Alttiere aus dem Becken herausgefangen und ist allgemeine Art- oder Gesellschaftsbecken zurückgesetzt. Die Fischbrut schlüpft je nach Wassertemperatur nach 1 bis 3 Tagen. Nach weiteren 5 Tagen ist der Dottersack aufgezehrt, und die Jungfische beginnen umher zu schwimmen. Nach sehen sie au wie kleine Nadeln, die leicht übersehen werden. Von der Eiablage bis zum endgültigen Freischwimmen der Jungfische sollte das Aufzuchtbecken abgedunkelt blieben.

Das Becken wird mit einem sehr feinen Ausströmerstein (z. B. aus Lindenholz) fein-perlig belüftet, sodass ein ständiger, leichter Wasserstrom mit feinem Staubfutter an den Fischen vorbeizieht. Auch bei optimalem Futterangebot wachsen die Jungfische nur langsam heran.

Die Eltern kann aber schon nach 3 bis 4 Tagen aus dem allgemeinen Aquarium wieder herausfischen und erneut zur Zucht ansetzen.

Fazit: Die Zucht dieser Ziersalmler ist zwar einfach, aber nicht sehr produktiv und mit einigem Arbeitsaufwand verbunden.

Vergesellschaftung

Der Längsbandziersalmler ist friedlich und ruhig. Als einziger Vertreter der Nannostomus soll er deshalb auch mit lebhafteren anderen Zierfischarten vergesellschaftet werden können. Als Schwarmfisch sollte jedoch in einer Gruppe mit wenigstens 8 Artgenossen gehalten werden.

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