Keilfleckbarbe – Haltung und Porträt

Der aus Südostasien stammende Keilfleckbärbling (lat.: Trigonostigma heteromorpha) zählt zur Gattung der Karpfenfische und gehört der Familie der Bärblinge an. Er ist ein begehrter Zierfisch und besonders für Einsteiger der Aquaristik geeignet. Die quirligen Fische sind eine Bereicherung für jedes Aquarium, da sie nicht nur eine schöne Färbung besitzen, sondern auch einfach zu halten sind.

Datenblatt zu Keilfleckbarben

Wissenschaftlicher Name:
Rasbora heteromorpha
Deutscher Name:Keilfleckbarbe
Herkunft / Ursprungsgebiet:Südostasien
PH Wert:6,5
Temperatur:25 -25°C
Futter:Allesfresser
Zucht:bekannt – aber nicht einfach
Ideale Schwarmgröße:Ab einer Gruppengröße von 12

Was zeichnet die Keilfleckbarbe aus?

Namensgebend ist der auffallend dunkle Keilfleck an der Seite der Barbe. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet besiedelt der Fisch kleine Schwarzwasserbäche sowie Sümpfe. Keilfleckbarben gelten als robust und sind von Natur aus eher schüchtern. Abgesehen davon sind sie besonders neugierig und freundlich gegenüber anderen Mitbewohnern, solange es sich um Friedfische der unteren Beckenhälfte handelt. Schwarmfische der oberen Wasserhälfte werden nicht so gerne gesehen.

Das Aussehen von Keilfleckbarben

Keilfleckbarbe
© mikhailg Fotolia.com

Besonders auffallend ist die hochrückige Körperform der Barbe, was sie meist von anderen Tieren der Gattung unterscheidet. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist der dunkle, keilförmige Fleck, der sich von der Rückenflosse bis Richtung Schwanz erstreckt. Die Körperfarbe der Gattung ist silbrig, weist aber gerne einen leicht rötlichen bis violetten Schimmer auf. Vor dem dunklen Keil variiert die Farbe der Barbe von einem leichten Kupfer bis goldigem Unterton.

Ähnlich wie bei anderen Karpfenfischen ist auch die Seitenlinie der Keilfleckbarbe nicht vollständig ausgereift. In freier Wildbahn erreicht die muntere Fischart eine Größe von bis zu fünf Zentimetern, in Aquarien werden sie lediglich zwischen zwei und höchstens vier Zentimeter lang.

Geschlechtsunterschiede

Bei Männchen ist der Keilfleck vorne etwas gerundet, bei Weibchen wiederum gerade. Männliche Tiere besitzen eine dunkle Strichzeichnung der Afterflosse, diese ist bei Weibchen kaum vorhanden. Darüber hinaus sind die Augen der Männchen meist rötlicher gefärbt. Weibliche Keilfleckbarben gelten jedoch als robuster und größer als ihre männlichen Artgenossen.

Wasserwerte für Keilfleckbarben

Die Barben stellen spezielle Anforderungen an die Wasserwerte, die von Aquarianern unbedingt eingehalten werden sollten:

  • Beckengröße: Mindestens 100 Liter
  • Wassertemperatur: 22° C bis 26° C
  • pH-Wert: 5,0 bis 7,0
  • Gesamthärte: 5° bis 15° dGH

Keilfleckbärblinge sind besonders schwimmfreudig, weshalb das Aquarium mindestens eine Größe von 100 Liter aufweisen sollte. Das Wasser sollte kalkarm und leicht sauer sein – ein pH-Wert von unter 7 wird zudem wärmstens empfohlen. Besonders wohl fühlen sich die Schwarmfische bei einer Gesamthärte von 5 bis 15° dGH und einer Wassertemperatur von 22° C bis 26° C.

Futter und Ernährung für Keilfleckbarben

Die neugierigen Fische stellen keine hohen Anforderungen und geben sich sowohl mit Lebend-, als auch mit Trockenfutter zufrieden. Empfehlenswert ist die Fütterung von mehreren kleinen Portionen täglich – große Mahlzeiten sollten, wenn möglich, nicht stattfinden. Bei artgerechter Haltung können Keilfleckbarben bis zu sieben Jahre alt werden.

Das ideale Aquarium für Keilfleckbarben

Keilfleckbärbling
© xusenru Pixabay.com

Keilfleckbarben bevorzugen Aquarien, die ihrer Heimat getreu nachgebaut wurden. Es handelt sich bei Barben um Schwarmfische, deshalb sollten sie stets nur in größeren Gruppen von acht oder mehr Tieren gehalten werden. Sie benötigen viel Platz zum Schwimmen, weshalb die Beschaffung eines größeren Aquariums von Vorteil ist. Die kleinen Fische halten sich gerne in der mittleren Wasserzone auf.

Damit sich die Barben wohlfühlen, wird sehr viel Wert auf Dekoration gelegt. Nur zwischen besonders vielen feingliedrigen Pflanzen und starken Wurzeln fühlen sich die Tiere wirklich wohl. Zudem halten sich die Fische gerne über dunklem Boden auf. Gleichzeitig kommt dadurch auch das einzigartige Muster der Keilfleckbarben besonders gut zum Vorschein.

Aufgrund ihrer Herkunft ist es empfehlenswert, entweder eine Torffilterung oder Torfextrakt dem Wasser beizufügen. Dies ist zwar nicht zwingend erforderlich, steigert aber das Wohlbefinden der Tiere enorm. Aquarianer sollten zudem darauf achten, dass die Bärblinge stets mit genügend Sauerstoff versorgt werden – am Tag als auch in der Nacht. Abgesehen davon ist die Haltung der Fische nicht weiter schwierig.

Haltungsbedingungen

  • Keilfleckbarben sind ideale Einsteigerfische, da sie pflegeleicht und einfach zu halten sind.
  • In einem Gesellschaftsaquarium sollten sie allerdings nur mit Friedfischen der unteren Wasserhälfte vergesellschaftet werden.
  • Die auffallenden Fische sollten mindestens in Gruppen von acht Tieren gehalten werden.
  • Das Becken sollte stets ein Wasservolumen von mindestens 100 Liter aufweisen.
  • Bei einer Temperatur bis 26° C, einem pH-Wert unter 7,0 und einer Gesamthärte zwischen 5° bis 15° dGH fühlen sich die Tiere besonders wohl.
  • Die Tiere müssen stets mit genügend Sauerstoff versorgt werden.
  • Eine Torffilterung oder Torfextrakt steigert das Wohlbefinden der Fische.
  • Viele feingliedrige Pflanzen, ein dunkler Boden sowie diverses Wurzelwerk sind im Aquarium Pflicht.

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