Kaiserbuntbarsch – Haltung und Porträt

Kaiserbuntbarsche werden in der Natur bis zu 18 cm lang. Im Aquarium bleiben sie meistens kleiner. Ihre Lebenserwartung liegt bei ca. 12 Jahren.

Was zeichnet den Kaiserbuntbarsch aus?

Kaiserbuntbarsche leben endemisch im ostafrikanischen Malawisee.
Hier tummeln sie sich in einigen Metern Tiefe in der Übergangszone vom Fels- zum Sandlitoral. Sie gehören deshalb zu den NonMbuna Arten.
Die Fische leben friedlich in Gruppen. Nur während der Paarungszeit verteidigt das alpha Männchen mit Nachdruck sein Revier.

Das Aussehen des Kaiserbuntbarschs

Kaiserbuntbarsch
Kaiserbuntbarsch © Marc Kohl

Kaiserbuntbarsche kommen in blauen und roten Standortvarietäten vor. Nur um die Insel Likoma gibt es eine blaue Form mit rotem Bauch.
Sie haben einen lang gestreckten Körper, der seitlich etwas eingedrückt ist. Ihr Kopf ist typisch barschförmig mit breiten Lippen und einem spitzen Maul.
Die Färbung ist individuell unterschiedlich, teilweise von der Stimmung abhängig. An den Rücken- und Bauchflossen sind die Flossensäume heller gefärbt. Die dunklen Querstreifen am Körper sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei manchen Tieren fehlen sie komplett. Die Weibchen erkennen Sie an ihrer grau/braunen Körperfarbe mit dunklen Querstreifen.
Bei beiden Geschlechtern fällt die leuchtend gelbe Iris auf.

Inzwischen sind Kaiserbuntbarsche in verschiedenen Farben, mit mehr oder weniger Streifen oder Punkten, gezüchtet worden.

Haltungsbedingungen

Am besten halten Sie mehrere Kaiserbuntbarsche als Gruppe. Ideal ist eine Haremsgruppe. Das kann ein Männchen mit mehreren Weibchen sein, besser sind größere Gruppen von 3 Männchen mit 8 bis 9 Weibchen.

Kaiserbuntbarsche können Sie mit anderen friedlichen Fischen, die ungefähr ihre Größe haben, vergesellschaften. Gut geeignet sind andere NonMbuna Arten des Malawisees.
Die kleinen, flinken Mbunas dagegen eignen sich nicht. Sie leben in den tieferen, felsigen Gebieten des Malawisees und stehen teilweise auf der Speisekarte der fleischfressenden NonMbunas.

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen sind auffälliger gefärbt und größer als die Weibchen. Werden die Tiere in einer Gruppe gehalten, färben sich die rangniederen Männchen unauffälliger. Sie werden dann nicht so heftig vom alpha-Männchen attackiert.

Wasserwerte für Kaiserbuntbarsche

Die Fische sind aus ihrer Heimat an klares, unbelastetes und hartes Wasser gewöhnt.

  • Temperatur: 25 bis 27 Grad
  • ph-Wert: 7,5 bis 8,3
  • GH: 10 bis 15° dGH
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Futter und Ernährung von Kaiserbuntbarschen

Kaiserbuntbarsche sind Fleischfresser. In der Natur ernähren sie sich von Kleinstlebewesen und Wirbellosen, die sie aus dem Sand ausgraben.
Im Aquarium fressen sie:

  • Lebendfutter oder Frostfutter mit Tubifex oder Garnelen
  • Fischpellets
  • Flockenfutter für Zierfische

Manchmal kosten die Barsche vom Algenaufwuchs. Lassen Sie deshalb immer einige Algen beim Reinigen des Beckens auf den Steinen.

Das ideale Aquarium für Kaiserbuntbarsche

Das Aquarium sollte eine Größe ab 400 Liter haben. Halten Sie mehrere Tiere als Gruppe, müssen Sie die Beckengröße entsprechend anpassen. Die Fische brauchen einen Bereich mit Steinen und Höhlen und einen freien Bereich mit Sandboden zum Schwimmen und Graben. Eine Sandschicht von 3 bis 4 cm reicht aus. Bei einer Körnung von 0,5 bis 2 mm können die Fische ungehindert graben und die Sandkörnchen durch die Kiemen lassen.

Die Steine schaffen Sichtschutz und Möglichkeiten für die Barsche, sich zu verstecken. Wenn Sie Lochgestein verwenden, müssen Sie darauf achten, dass die Löcher groß genug sind. Die Fische müssen ungehindert durchschwimmen können.  Alternativ nehmen die Tiere gern Höhlen aus Plastik an.

Als Pflanzen geben Sie Aufsitzerpflanzen, wie Javafarn ins Becken. Pflanzen, die im Sand wachsen graben die Fische schnell wieder aus. Die Pflanzen verbessern die Wasserqualität und das Aquarium sieht optisch besser aus.  Benutzen Sie einen guten Mattenfilter, damit das Wasser schön klar bleibt.

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