Honiggurami – Zucht und Aufzucht

Der Honiggurami, Honigfadenfisch, stammt ursprünglich aus den mineralstoffarmen Gewässern Indiens. Um dem Weibchen zu imponieren, führt das Männchen beim Paarungstanz im Aquarium viele Kunststücke aus. Der für Anfänger geeignete Fisch beeindruckt mit seinem interessanten Verhalten.

Notwendige Bedingungen für die Zucht

Honiggurami
Zikamoi, Colisa chuna, CC BY-SA 2.5

Für die Haltung und Zucht des Fisches wird ein kleines, dicht bepflanztes Aquarium benötigt. Eine zusätzlich abgedunkelte Rückwand und mehrere Schwimmpflanzen geben den Fischen ein Gefühl der Sicherheit. Für die Zucht wird der Stand des Wassers um die Hälfte gesenkt. Die Temperatur des Aquariumwassers muss bis auf 28 bis 30 Grad Celsius erhöht werden.

Damit es an der Oberfläche nicht zu einer Abkühlung kommt, wird das Aquarium mit einer Glasscheibe abgedeckt. Die Durchlüftung wird ebenfalls abgestellt. Das Wasser sollte weich und leicht sauer sein. Sind die Bedingungen im Aquarium optimal für die Nachzucht, baut der männliche Fisch ein Nest aus Schaumblasen und Pflanzenteilen. Besonders stabil bleibt das bis zu 40 cm große Nest, wenn es direkt unter einem Schwimmblatt angelegt wurde.

Unweltbedingungen für die Zucht

  • kleines Aquarium mit 10 cm Wasserstand
  • weiches Wasser
  • PH- Wert 6,5 bis 7,5
  • Temperatur 28 Grad Celsius
  • Boden- und Schwimmpflanzen
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Das Balzverhalten

Das Männchen beginnt, das Weibchen zu jagen. Immer wieder stellt es sich mit dem Kopf nach oben gerichtet senkrecht auf, wedelt mit seinem Körper und schwimmt in die Richtung des Schaumnestes. Hat das Männchen das Weibchen in sein Nest gelockt, erfolgt die Paarung.

Laichverhalten

Ist das Weibchen erfolgreich zu dem Schaumnest gelockt worden, wird es von dem Männchen umschlungen. Die Ablaichung erfolgt. Die Fische legen bis zu 500 Eier ab, die 1 mm groß und gelblich gefärbt sind. Durch einen öligen Film an der Oberfläche steigen die Eier im Wasser zu dem Schaumnest auf. Nach 24 Stunden schlüpfen die schwarzen Fischlarven.
Sobald das Schaumnest entfernt wurde, beginnt das Männchen mit einem neuen Nestbau. Die Fische sind Dauerlaicher.

Brutpflege und Fütterung

Wird das Männchen im Aufzuchtbecken belassen, bewacht es das Schaumnest weitere vier Tage, bis es von den kleinen Fischen verlassen wird. Um die Jungfische aufzuziehen, kann das Schaumnest vorsichtig abgeschöpft und in ein eigenes Aufzuchtbecken gesetzt werden. Damit das Aufzuchtaquarium leichter gereinigt werden kann, sollte kein Bodengrund vorhanden sein. Zur Reinigung werden Schnecken in das Aufzuchtbecken gesetzt, die Futterreste beseitigen. Der Kot der Schnecken kann mit einem Luftschlauch vorsichtig abgesaugt werden. Die ersten drei Tage nach dem Schlüpfen ernähren sich die Jungfische von dem Dottersack. Anschließend muss zugefüttert werden. Spätestens drei Tage nach dem Schlüpfen müssen die Elternfische aus dem Becken entfernt werden, da sie sonst die Jungfische fressen.

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Aufzucht der Jungfische

Schwimmen die Jungfische frei herum, werden für die Fütterung Flüssigfutter, Pantoffeltierchen und mikrofeines Aufzuchtfutter verwendet. Nach einer Woche fressen die Jungfische auch Futter mit größeren Bestandteilen. Die schnell wachsenden Jungfische können mit Teichfutter und Artemianauplien gefüttert werden.

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Fütterung der Jungfische

  • Flüssigfutter
  • Pantoffeltierchen
  • Nano-Aufzuchtfutter
  • Artemia-Nauplien
  • Teichfutter

>> Weiterlesen: Honiggurami – Haltung und Porträt

Letzte Aktualisierung am 22.09.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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