Filigran-Regenbogenfisch

Datenblatt Filigran-Regenbogenfisch

Deutscher Name: Filigran-Regenbogenfisch, Pracht-Regenbogenfisch, Fadenflossen-Regenbogenfisch oder Filigran-Ährenfisch
Wissenschaftlicher Name: Iriatherina werneri
Herkunft: Papua Neuguinea und Nord-Australien Guyana
Größe: Körperlänge Weibchen 5 cm, Männchen 3,5 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 60 cm Breite
Inhalt: Ab 54 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 22°- 26° C, während der Laichzeit auf 28° C erhöhen
PH: 6,5 – 7
GH: 6° – 10° dH, max. 15° dH
Verhalten
Bereich: mittlerer Bereich
Futter: Kleine Wasserflöhe, Cyclops und Grindalwürmchenkein Trockenfutter!
Verhalten: friedlich, scheu
Anzahl: Gruppe ab 6 Tiere
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene

Herkunft

Natürliche Vorkommen von Iriatherina werneri (Filigran-Regenbogenfisch) gibt es im Süden des mittleren Papua-Neuguinea zwischen den Gewässersystemen der Flüsse  Fly und Merauke, sowie im Norden der Cape-York-Peninsula/ Darwin in Australien.

Filigran-Regenbogenfisch im Aquarium
Gianmaria Visconti, Iriatherina Werneri-Yellow Finned Male, CC BY-SA 2.5

Aussehen

Im Gegensatz zu den Regenbogenfischen der Gattung  Melanotaenia hat der Filigran-Regenbogenfisch keinen hochrückigen, sondern eher niedrigen Körper, der seitlich abgeflacht und zusammengedrückt ist.  Die Schnauze läuft spitz zu.

Auffallend und charakteristisch für diese Art sind aber bei den Männchen die stark verlängerten ersten Flossenstrahlen der 2. Rückenflosse und der Afterflosse, ebenso wie die verlängerten Randstrahlen der Schwanzflosse. Ihre erste Rückflosse ist dagegen fächerartig verbreitert. Wollen die Männchen durch Abspreizen der Flossen imponieren oder ein Weibchen anbalzen.

Die Körperfärbung ist gelblich bis blass oliv mit einem Silberglanz, die Bachunterkante weist mitunter einen Anflug von Rot auf. Die Iris ist silberfarben. 

Haltung

Filigran-Regenbogenfische sind im Gesellschaftsbecken etwas scheu und ängstlich; deshalb sollte man sie bestenfalls mit kleineren Barben oder Bärblingen zusammen pflegen. Wohler werden sie aber in einem reinen Artbecken fühlen.

Bei einer Aquarienlänge von 60cm kann man eine kleine Gruppe der Filigran-Regenbogenfische mit 2 Männchen und vier bis 5 Weibchen halten.

Bewährt hat sich weiches bis bis mittelhartes Wasser um den Neutralpunkt (pH ca.7 bis 7,2) bei Wassertemperaturen zwischen 22 und 26oC. Nur zur Laichzeit kann die Wassertemperatur auf 28oC erhöht werden, sonst werden die Männchen hinfällig.

Die Wasserwerte sollten möglichst konstant gehalten werden, denn plötzliche Änderungen werden von den Filigran-Regenbogenfischen nur schlecht vertagen.

Günstig ist außerdem eine etwas gedämpfte Aquarienbeleuchtung, zum Beispiel durch eine Schwimmpflanzendecke aus Teichlebermoos (Riccia fluitans), Azolla- oder Salvinia-Schwimmfarnen. Aus einem ähnlichen Grund empfiehlt sich ein dunkler, möglichst feinkörniger Bodengrund, über dem die zarten Farben dieser Regenbogenfische am besten zur Geltung kommen.

Zwischen Gruppen von filigranen Wasserpflanzen sollte genügend freier Schwimmraum bleiben.

Filigran-Regenbogenfische mögen auch keine starke Strömung, gegen die sie laufend anschwimmen müssten. Eine leichte Filterung und Belüftung mit leichter Wasserbewegung ist völlig ausreichend. Bewährt haben sich Schaumstofffilter mit einem Ansaugrohr oder Ansaugkorb mit einem engmaschigen Sieb  oder oder Hamburger Mattenfilter. So können die Jungfische nicht in den Filter gesaugt werden.  Etwa ein Viertel des Aquarienwasser sollte wöchentlich gegen frisches und chlorfreies(!) Wasser ausgetauscht werden. 

Nahrung

Filigran-Regenbogenfische haben nur eine kleine Maulspalte. Entsprechend muss auch das Futter klein sein. Bewährt hat sich Lebendfutter aus kleineren Wasserflöhen, Hüpferlingen (Cyclops) und Grindalwürmchen. Trockenfutter wird verschmäht!

Geschlechtsunterschiede

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede beschränken sich bei den Filigran-Regenbogenfischen auf die außergewöhnliche Länge der ersten Flossenstrahlen von Rücken- und Afterflosse und die Randstrahlen der Schwanzflosse der Männchen. Die Körperfärbung ist dagegen bei Männchen und Weibchen gleich; die Männchen können aber zur Fortpflanzungszeit etwas intensiver gefärbt sein.  Die Weibchen werden mit 4 bis 5cm deutlich größer als die nur 3,5cm großen Männchen.r bei den Weibchen fehlt.

Zucht und Aufzucht

Bei einer gut eingewöhnten Gruppe von Filigran-Regenbogenfischen mit 2 Männchen und 4 bis 5 Weibchen ist die Fortpflanzung auch im Artbecken möglich. Dazu wird das Becken so optisch aufgeteilt, dass jedes Männchen sein eigenes Revier bekommt, in das er die Weibchen beim Balzen mit gespreizten Flossen  locken kann. Auf dem Boden sind in regelmäßigen Abständen kleinere Büschel von Javamoos, Myriophyllum oder einer anderen feinfiedrigen Wasserpflanze eingestreut, in denen die Weibchen ablaichen können.

Angebot
Tropica Aquarium Pflanze Javamoos Moos Taxiphyllum barbieri Nr.003TC in Vitro 1-2 Grow Wasserpflanzen Aquariumpflanzen
  • - Taxiphyllum barbieri ist eine 100% sterile Labor-Aquarienpflanze in einem Siegelbecher
  • - Sie ist genügsam und stellt nur geringe Ansprüche an Wasser und Licht

Die Eier bleiben mit ihren kurzen Fäden an den Wasserpflanzen hängen und werden von den Fischen und werden von den Fischen ignoriert.

Filigran-Regenbogenfische sind Dauerlaicher, die sich mehrmals im Jahresverlauf fortpflanzen. Gedämpftes Licht und regelmäßiger Wasserwechsel erhöht die Laichbereitschaft der Fische.

Nach etwa einer Woche schlüpft die Brut. Die Fischlarven werden auch weiterhin von den adulten Regenbogenfischen kaum beachtet. Man sollte sie aber trotzdem regelmäßig von der Wasseroberfläche abschöpfen und in ein separates Aufzuchtbecken setzen. Stattdessen kann man aber auch die adulten Fische in ein anderes Becken umsetzen.

Sobald der Dottersack aufgezehrt ist und die Jungfische beginnen, frei umher zu schwimmen, kann es kritisch werden! Denn Staubfutter nehmen sie nicht an und Infusorien vertragen sie nicht immer – z. B. bestimmte Zuchtstämme aus Pantoffeltierchen. Daher muss man in den ersten tagen mit größeren Verlusten bei den Jungfischen rechnen.

Danach verläuft die weitere Aufzucht unproblematisch und die Jungfische können z. B. mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Bei guter Fütterung sind die Filigran-Regenbogenfische im Alter von 3 bis 4 Monaten bereits geschlechtsreif.  Solche gerade erst geschlechtsreif gewordenen Männchen, die ihre langen Flossenstrahlen erst auszubilden beginnen taugen besser zur Zucht  als die besonders langflossigen, alten Männchen, die meist nach einem Jahr bereits ausgelaugt und verbraucht sind.

Vergesellschaftung

Wie bereits erläutert, sollte man den Filigran-Regenbogenfisch höchstens mit Rasbora-Arten oder kleineren Bärblingen zusammen pflegen, sonst ist er scheu und ängstlich. Deshalb hält man ihn besser in einem reinen Artbecken.

Schreibe einen Kommentar