Feuerschwanz

Der Feuerschwanz, auch bekannt als Feuerschwanz-Fransenlipper (Epalzeorhynchos bicolor), stammt aus der Familie der Karpfenfische. Er ist in Zentralthailand beheimatet und bevorzugt mäßig fließende Gewässer vor, in denen es Flecke von üppiger Vegetation gibt.

Was zeichnet den Feuerschwanz aus?

Der Feuerschwanz ist in der freien Natur ein Schwarmfisch. Er ist nachtaktiv und kommt erst in der Dämmerung aus seinem Unterschlupf heraus. Vom Verhalten her ist er revierbildend und wird aggressiv, wenn er sich in seinem Lebensraum eingeschränkt fühlt.

Das Aussehen vom Feuerschwanz

Der Feuerschwanz zeichnet sich durch seinen typischen karpfenförmigen Körper aus und seine dreieckigen Flossen aus. Männchen sind nahezu schwarz von ihrer Körperfarbe her. Weibchen haben dagegen eine leicht hellere Farbe. Wie bei anderen Karpfenarten ist die Zeichnung der Schuppen sowohl bei den Männchen als auch bei den Weibchen gut zu erkennen. Darüber hinaus trägt der Fisch zwei Barteln an seinem Maul. Das markante Merkmal vom Feuerschwanz ist allerdings der leuchtend rote Schwanz, der dem Fisch auch seinen Namen verleiht.

Haltungsbedingungen

Der Feuerschwanz benötigt ein geräumiges Aquarium ab 200cm, in dem er sich entfalten kann. Wird er zusammen mit anderen Fischen in einem zu kleinen Aquarium gehalten, macht er Jagd auf andere Aquarienbewohner. Jungtiere eignen sich eher für eine durchmischte Haltung. Mit zunehmenden Alter werden die Fische allerdings immer revierbetonter und aggressiver gegenüber anderer Fische.

Der Feuerschwanz eignet sich allerdings auch nicht für eine reine Einzelhaltung. Ideal wäre deshalb ein Aquarium ab 200cm und mehr, in dem eine kleine Gruppe von Feuerschwänzen sich ausleben kann. Der Untergrund des Aquariums sollte sandig sein und genügend Rückzugsorte in Form von einer üppigen Bepflanzung und Höhlenverstecken für die kleineren Jungtiere bieten.

Die wichtigsten Punkte zur Haltung:

  • Aquariengröße ab 200cm+ bevorzugt
  • Lieber ein kleiner Schwarm statt Einzel- oder Mischhaltung
  • Im jungen Alter bedingte Mischhaltung möglich
  • Sandiger Untergrund
  • Dichte Bepflanzung und Höhlenverstecke empfehlenswert

Geschlechtsunterschiede

Bei den Rognern des Feuerschwanzes ist die Körperfarbe blasser als bei den Milchnern. Während männliche Feuerschwänze nahezu schwarz aussehen, wirken weibliche Feuerschwänze eher dunkelgrau. Dafür sind die Rogner vom Körperbau her deutlich kräftiger ausgeprägt als die Milchner und lassen sich so gut unterscheiden.
Die Form der Rückenflosse kann auch darüber Auskunft geben, um was für ein Geschlecht es sich bei einem Feuerschwanz handelt. Bei männlichen Tieren verläuft die Rückenflosse eher gerade. Bei weiblichen Tieren läuft die Flosse dagegen spitz zu.

Wasserwerte für den Feuerschwanz

  • Wassertemperatur sollte zwischen 20° und 26° liegen
  • Weiches bis mittelhartes Wasser (5°dh bis 15°dh)
  • pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 bevorzugt

Futter und Ernährung für den Feuerschwanz

Der Feuerschwanz ist ein Allesfresser. Er bevorzugt proteinreiches Lebendfutter, kann aber auch mit Frostfutter und Trockenfutter ernährt werden. Das Futter kann dabei auch pflanzliche Bestandteile haben. Wenn der Feuerschwanz nicht ausreichend Futter findet, ernährt er sich von Algen und Aufwüchsen im Aquarium.

Das ideale Aquarium für den Feuerschwanz

Ein ideales Aquarium bietet einer kleinen Gruppe von Feuerschwänzen viel Platz und Möglichkeiten zum Verstecken. Die minimale Länge sollte 200cm betragen, aber besser wäre eine Länge von 250cm oder mehr. Zusätzlich zu einem sandigen Untergrund mit dichten Bewuchs und Höhlenverstecken bevorzugen die Tiere warmes und leicht saures Wasser. Außerdem sollte auf eine helle Beleuchtung des Beckens verzichtet werden, da Feuerschwänze nachtaktiv sind und zu helles Licht eher meiden.

Zucht

Die Zucht im Aquarium ist möglich – Feuerschwänzen legen bis zu 1.000 Eier.Für die Zucht wird ein Becken mit mindestens 500 Litern benötigt.

Empfohlene Wasserwerte für die Zucht:

  • 1° dKH
  • PH-Wert 7
  • 28° C

Wichtig für die Zucht ist eine sehr starke Strömung im Becken (5.000 bis 8.000 Liter)  – dafür ist eine gesonderte Strömungspumpe notwendig.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*