Fadenalgen im Aquarium

Fadenalgen
Bob Blaylock at English Wikipedia, 20090906 022641 Algae, CC BY-SA 3.0

Leidet das Heim Ihrer Fische an Fadenalgen? Die Fadenalge gehört zu den Grünalgen. Sie hat 5 bis 20 Zentimeter lange Fäden, die je nach Anordnung an Watte oder Spinnweben erinnern. Oft bildet diese Art von Alge buschige Polster. Bei Strömung lassen sich einzelne dünne Fäden beobachten, die an Steinen oder Dekorationen und anderen Utensilien hängen bleiben um dort weiterzuwachsen.

In Maßen ist diese Algenart nicht gefährlich, doch leider nimmt sie sehr schnell Überhand und umwuchert ganze Pflanzen samt Wurzeln und andere Gegenstände im Aquarium. Das kann schnell zum Problem werden.
Oft kommt es zu einem Befall der fädigen Grünalge während der Einfahrphase. Das Ökosystem braucht ein wenig Zeit um sich zu stabilisieren. Wir empfehlen Ihnen eine üppige Bepflanzung von Anfang an. Hervorragend geeignet sind schnell wachsende Stängelpflanzen.

Ursachen der Fadenalgen

Die grünen Spinnweben treten auf, wenn ein Überangebot an Nähstoffen im Teich beziehungsweise Aquarium herrscht. Die Aquarienpflanzen sind nicht mehr in der Lage, alle Nährstoffe zu verwerten.
Es ist wichtig, der Ursache für das Überangebot von Nährstoffen auf den Grund zu gehen. Wenn Sie nur die Fäden entfernen, werden Sie auf Dauer die grünen Plagegeister nicht los.

Gegenmaßnahmen

Der erste Schritt:

Prüfen Sie die Wasserwerte mittels eines Teststreifens oder eines digitalen Messgeräts. Der Gehalt von CO2, Nitrat und Phosphat verrät Ihnen, wie Sie weiter vorgehen sollten. Mindestens einer dieser drei Nährstoffe wird einen erhöhten Wert aufweisen. Der optimale Wert für CO2 liegt bei 10 bis 20 mg/l, der Nitratwert sollte nicht über 20 mg/l liegen, der ideale Phosphatwert liegt bei 0,1 bis 1 mg/l.
Haben Sie einen starken Befall der Fadenalge vorliegen, obwohl sich die Nährwerte im optimalen Bereich befinden, was eher selten vorkommt, dann haben Sie für Ihr Aquarium die falsche Belichtung ausgewählt.

Der zweite Schritt:

Eine gründliche Säuberung der Dekorationsgegenstände sowie ein Wasseraustausch sind unbedingt notwendig. Nehmen Sie Steine und andere Gegenstände aus dem Aquarium heraus, halten Sie sie unter fließendes Wasser und schrubben Sie sie intensiv ab.

Mindestens 30 Prozent des Aquariumwassers sollten Sie austauschen. Besser sind 50 Prozent. Sollte das Leitungswasser sehr stark mit Phosphat oder Nitrat belastet sein, was leider häufig der Fall ist, sollten sie dieses mit Osmosewasser mischen.

Weitere effektive Maßnahmen bestehen darin schnell wachsende Wasserpflanzen einzusetzen und die Fütterung zu reduzieren. Für ein perfekt funktionierendes Wasserbiotop sind gut wachsende Pflanzen das A und O. Um das Ökosystem in Ihrem Aquarium fadenalgenfeindlich zu gestalten, empfehlen wir Ihnen das Hornkraut, den Sumpffreund (Limnophilia), den Wasserfreund (Hygrophilia), den Wasserkamm, die Wasserpest oder auch den Wasserwedel.

Haben Sie schon einmal vom Fasten bei Fischen gehört? Ihre Freunde brauchen oft weniger Futter als Sie denken. Füttern Sie weniger und legen Sie einen Fastentag pro Woche für Ihre Lieblingstiere ein. Das kommt auf Dauer der Gesundheit der Fische zugute und wird die Wasserqualität im Aquarium enorm steigern.

Wenn Sie noch mehr gegen die ungeliebten Fäden tun möchten, haben Sie die Möglichkeit Algenfresser einzusetzen. Flaggenbuntbarsche, Harnischwelse und bestimmte Garnelenarten können Ihnen bei der Bekämpfung der Fadenalge behilflich sein. Die Amanogarnele beispielsweise verspeist die Fadenalge für ihr Leben gern.

Gehen Sie jedoch sparsam mit dem Einsatz von natürlichen Fressfeinden um. Zu viele von den kleinen Helfern, könnten kontraproduktive Auswirkungen haben, sodass die Wuchsqualität der anderen Pflanzen und die Qualität des Wassers abnehmen könnte.

Wenn Sie zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Nährwerte in Ihrem Wasserparadies optimal sind, sollten Sie eine Verkürzung der Beleuchtungszeit vornehmen. Kurzzeitung empfiehlt es sich, das Aquarium abzudunkeln. Eine Schattierung zeigt gute Erfolge, solange die Pflanzen mindestens 12 Stunden am Tag Licht erhalten.

Nicht die Füße hochlegen
Generell gilt: Haben Sie Geduld. Fadenalgen verschwinden nicht über Nacht. Doch die Mühe wird belohnt werden und Ihre Tiere und Pflanzen werden es Ihnen danken.
Verfolgen Sie die oben genannten Maßnehmen konsequent und lassen Sie sich nicht entmutigen. Dann werden Ihre geliebten Flossentierchen bald wieder paradiesische Zustände
erleben dürfen.

Doch bleiben Sie am Ball! Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Wasserwerte regelmäßig zu kontrollieren und reinigen Sie Ihr Aquarium in kurzen Zeitabständen. Spülen Sie den Filter gründlich ab und wechseln Sie das Lebenselixier der Fische einmal wöchentlich.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*