Borellis Zwergbuntbarsch – Haltung und Porträt

Borellis Zwergbuntbarsch
© Gordon Axmann, Apistogramma borellii, CC BY-SA 3.0

Der Borellis Zwergbuntbarsch stammt aus Südamerika, genauer aus dem Mato-Grosso und dem La Plata Gebiet, und gehört zur Familie der Buntbarsche. Der Höhlenbrüter, dessen wissenschaftliche Bezeichnung Apistogramma Borelli lautet, wird auch Gelber Zwergbuntbarsch genannt. Früher bezeichnete man ihn als Reitzgis Zwergbuntbarsch (Apistogramma Reitzgi).

Was zeichnet den Borellis Zwergbuntbarsch aus?

Der Borellis Zwergbuntbarsch wird bis zu 4 Jahre alt. Von Südbrasilien bis Nordargentinien bewohnt er klare, stehende oder langsam fließende Gewässer mit vielen Pflanzen und brütet in Höhlen, wobei er die für Buntbarsche typische intensive Brutpflege betreibt.

Dort hält er sich bevorzugt unter Schwimmpflanzen oder Wurzeln auf. Der Borellis Zwergbuntbarsch ist neben dem Schmetterlingsbuntbarsch einer der beliebtesten Zwergbuntbarsche, bei seiner Haltung sollte jedoch beachtet werden, dass er gerade in paarweiser Haltung revierbildend ist.

Das Aussehen des Borellis Zwergbuntbarsch

Apistogramma Borelli wird zwischen 4 und 6 cm groß, wobei das Männchen größer und prächtiger ist, als das Weibchen. Sein Körper ist nicht besonders stark gestreckt und seitlich abgeflacht. Besonders auffallend sind die türkis-grünlich schimmernden Punkte auf den Kiemendeckeln und unter dem Auge und die gelbe Färbung des Kopfes, die über den Bauch bis zur Afterflosse ausläuft.

Haltungsbedingungen des Borellis Zwergbuntbarsch

In einem kleineren Becken sollte man den Fisch paarweise oder ein Männchen mit zwei Weibchen halten. Er bevorzugt ein feines Substrat, viele Pflanzen und Verstecke. Auch ohne Zuchtwunsch tragen Höhlen zum Wohlbefinden bei.

Weil er nicht zu groß und friedlich ist, eignet sich der Borellis Zwergbuntbarsch gut für Gesellschaftsbecken. Es bietet sich eine Vergesellschaftung mit kleinen Salmlern und Harnisch- oder Panzerwelsen an. Da sich die Zwergbuntbarsche genau wie die Welse im unteren Bereich des Aquariums aufhalten, sollte man darauf achten, dass nicht zu viele Welse eingesetzt werden.

  • paarweise, oder 1 Männchen und 2 Weibchen
  • feines Substrat
  • viele Pflanzen und Versteckmöglichkeiten
  • gut für Gesellschaftsbecken geeignet

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen werden bis 6 cm groß, während die Weibchen mit 3 – 4 cm kleiner bleiben. Die Männchen haben längere und spitz zulaufende Rücken- und Afterflossen. Wie bei den meisten paarbildenden Fischen sind die Weibchen weniger auffällig gefärbt. Sie sind von gelblich-ockerner Farbe mit einem schwarzen Längsstich.

Wasserwerte für den Borellis Zwergbuntbarsch

Der Borellis Zwergbuntbarsch ist sehr empfindlich gegenüber unpassenden Wasserwerten und Medikamenten. Auch auf einen zu hohen Nährstoffgehalt des Wassers, beispielsweise durch übermäßige Fütterung, reagiert der Fisch, der in der Natur in nährstoffarmen Bereichen vorkommt, sehr empfindlich.

  • Temperatur: 22 – 27°C
  • PH-Wert: 6 – 7,5
  • Gesamthärte: 5 – 19 dGH
  • Karbonathärte: unter 10°

Futter und Ernährung für den Borellis Zwergbuntbarsch

Der Allesfresser ernährt sich in der Natur von Zooplankton und nimmt sowohl Frost- als auch Lebendfutter gerne an. Ab und an freut er sich auch über Wasserflöhe. Es wird zwar auch Kunstfutter gefressen, die intensive Färbung behalten die Fische jedoch nur bei der Gabe von Frost- oder Lebendfutter.

Das ideale Aquarium für den Borellis Zwergbuntbarsch

Ein Becken für den Borellis Zwergbuntbarsch sollte ab 55 – 65 L groß sein, dicht bepflanzt sein und ausreichend Versteckmöglichkeiten wie etwa Wurzeln und Höhlen bieten. Wichtig ist, nicht zu viel zu füttern, um keine Verschlechterung der Wasserwerte zu provozieren.

Besonderheiten des Borellis Zwergbuntbarsch

Werden mehrere Männchen zusammen gehalten, erfolgt eine Rangbildung. Dabei nehmen rangniedrigere Männchen eine blassere Farbe an, die denen der Weibchen ähnelt. Dadurch versuchen sie für die dominanten Männchen uninteressant zu werden und Angriffen zu entgehen. Diese Praxis geht soweit, dass manche Männchen sogar Brutreviere beziehen, die sonst nur von Weibchen genutzt werden, und Brutpflege simulieren.

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