Blutsalmler

Hyphessobrycon eques, syn. Hyphessobrycon callistus

Datenblatt Blutsalmler

Deutscher Name: Blutsalmler
Wissenschaftlicher Name: Hyphessobrycon eques, syn. Hyphessobrycon callistus
Herkunft: Bolivien, Brasilien, Paraguay und Argentinien, in Franz. Guyana ausgesetzt
Größe: Körperlänge 4,5 cm
Aquarium
Länge: Länge ab 60 cm Breite
Inhalt: ab 150 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 24°- 28° C, Zucht 25°- 28° C
PH: 5,5 – 7,3, Zucht 5,8 – 6,5
GH: 2° – 15° dH, Zucht 2° – 8° dH
Verhalten
Bereich: vorwiegend mittlerer Bereich
Futter: Kleinere Futtersorten
Verhalten: Meist ruhig und friedlich, manchmal aber auch etwas zänkisch und aggressiv vor allem bei Futtermangel
Anzahl: Schwarmfisch, mindestens 10 Tiere
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Blutsalmler im Aquarium
MerlinSenger, Blutsalmler, CC BY-SA 3.0

Aussehen

Der Blutsalmler hat einen gestreckten, nur wenig hochrückigen, aber seitlich deutlich abgeflachten Kröperbau. Den Namen Blutsalmler verdankt er der durchgehend roten Körperfärbung. Lediglich die Rückflosse ist fast vollständig schwarz, die Afterflosse nur schwarz gesäumt. Zusätzlich gibt es einen spitzwinkligen bis tropfenförmigen Schulterfleck. Teile der Rückenflosse haben einen schmalen weißen Rand. Die ersten Strahlen der Afterflosse sind ebenfalls weiß. Schwanzflosse, Brut- und Bauchflossen sind dagegen rot gefärbt.

Haltung

In seiner südamerikanische Heimat besiedelt der Blutsalmler eher Überschwemmungszonen und langsam fließende Schwarzwasserflüsse. Entsprechend wird das Wasser im Aquarium über ungedüngtem Torf gefiltert oder mit Schwarzwasserzusätzen angereichert werden. Neben viel Freiraum zum Schwimmen und Umherziehen sollte Büschel von Wasserpflanzen, Mangroven- oder Moorkienholzwurzeln u. ä. genügend Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten bieten. Die Wasseroberfläche sollte aber frei bleiben von Schwimmpflanzen. Entsprechend sollte das Wasser sauer bis leicht alkalisch, weich bis hart sein (pH-Wert zwischen 5,5 und 7.0, maximal 7,3; Gesamthärte 2 bis 15, maximal bis 25odH, Karbonathärte bis maximal 7odH). Die Wassertemperatur kann zwischen 22 und 28oC liegen.

Nahrung

Blutsalmler sind Allesfresser, die sowohl mit Lebend-, als auch mit Trockenfutter versorgt werden können. Damit sie die Wasserpflanzen im Aquarium verschonen, sollten man ihnen hin und wieder auch etwas vegetarische Kost anbieten.

Geschlechtsunterschiede

Das Männchen des Blutsalmlers hat eine nach unten spitz zulaufende Schwimmblase. Beim Weibchen ist sie dagegen runder und liegt etwas höher. Außerdem haben die Weibchen eine etwas fülligere Körperform als die Männchen.

Zucht und Aufzucht

Für den Zuchtansatz reicht ein Becken mit 40 x 30cm Grundfläche. Das Becken wird mit einigen Büscheln feinblättriger Wasserpflanzen ausgelegt, in deren Schutz das Weibchen ablaicht. Über dem Beckenboden wird ein Laichrost aufgestellt, durch den die Eier fallen und so vor den Nachstellungen der Eltern geschützt sind. Denn auch die Blutsalmler sind Laichräuber. Als Wasserwerte zum Ablaichen und zur späteren Aufzucht der Jungfische haben sich Wassertemperaturen zwischen 25 und 28oC bewährt, ein pH-Wert im sauren Bereich zwischen 5,8 und 6,5 und eine geringe Gesamthärte zwischen 2 und 8odH bewährt. Bei gedämpftem Aquarienlicht laichen die Blutsalmler eher ab als bei voller Beckenbeleuchtung.

Nach dem Ablaichen und Besamen der Eier werden die Eltern vorsichtig herausgefangen, ohne dass die Eier dabei hochgewirbelt werden.

Die Larven schlüpfen meist bereits nach einem Tag. Bis der Dottersack aufgezehrt ist, hängen sie meist bewegungslos an den Aquarienscheiben oder an den Blättern der Wasserpflanzen. Ab dem fünften Tag beginnen die Jungfische frei umher zu schwimmen. Dann werden sie mit feinstem Staubfutter gefüttert und zwar mäßig, aber regelmäßig, d. h. bis zu 5 kleineren Portionen über den Tag verteilt. Ab etwa dem 10. Tag können sie mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Damit die Jungfische schnell heranwachsen, ist nicht nur ausreichendes Angebot an Nahrung notwendig, sondern auch ein regelmäßiger Teilwasserwechsel fällig, und zwar mindestens einmal pro Woche.

Vergesellschaftung

Der Blutsalmler ist zwar ein Schwarmfisch, aber oft nicht ganz so friedlicher wie die meisten anderen Salmler. Auch im Schwarm hält er gerne etwas Abstand zu seinen Artgenossen. Manchmal gebärden sie sich wie kleine Piranhas und fallen schwächere Tiere an. Ode sie zetteln untereinander Streitereien an, dabei kann es auch zu tätlichen Auseinandersetzungen und Beißereien kommen, bis einem Beckengenossen ein Auge fehlt oder Flossen zerfetzt werden. Auslöser ist oft ein dichter Besatz mit Fischen im Aquarium oder eine zu spärliche oder einseitige Fütterung der Fische. Trotzdem eignen sich Blutsalmler recht gut für eine Pflege im Gesellschaftsbecken.

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