Bandwürmer

Zierfische werden häufig von Bandwürmern befallen. Die Parasitose, die unbedingt behandelt werden muss, tritt vor allem bei der Fütterung mit Lebendfutter auf. Fische können sowohl Endwirte als auch Zwischenwirte für Bandwürmer sein.

Definition der Krankheit / Erkrankung inklusive Symptome

Bandwürmer setzten sich nicht nur in den Fischen, sondern bei starkem Befall in anderen Aquarientieren fest. Mit dem Lebendfutter werden Entwicklungsstadien der Parasiten aufgenommen, die sich im Darm der Fische zu geschlechtsreifen Bandwürmern entwicklen. Die Würmer haften sich an die Darmschleimhaut und verursachen Entzündungen. Bei hochgradigem Befall kann der Darm durchbrechen.

Im schleimigen Kot der Fische sind weiße Bandwurmteile erkennbar. Oft sind auch Würmer sichtbar, die direkt aus dem After der Fische hängen. Die Bandwürmer entziehen dem Futterbrei Nährstoffe, die Fische werden nicht mehr ausreichend versorgt. Sie magern ab. Die Augen scheinen trüb, die Kiemen verlieren die Farbe. Den Fischen ist übel, sie nehmen weniger Futter auf. Der Bauch ist aufgetrieben, der Rücken spitz. Die Fische ziehen sich zurück und wirken schwach. Das Schwimmverhalten ist verändert.

Dienen die Fische Bandwürmern als Zwischenwirte, wird die Muskulatur von Larvenstadien befallen. Es entstehen schmerzhafte Entzündungen und punktförmige Blutungen.

Zusammenfassung der Symptome

  • Abmagerung
  • schleimiger Kot
  • sichtbare Parasitenteile
  • verzögertes Wachstum
  • verändertes Schwimmverhalten

Ursachen

In Darm und Muskulatur der Fische parasitieren verschiedene Bandwürmer. Die Bandwurmeier gelangen über Futter oder infizierte Haustiere in das Wasser.

Der Fisch als Endwirt

Nelkenbandwurm – Caryophylleaus

Der bis zu 100 mm lange Bandwurm besitzt einen Kopf mit einem Saugloch und zwei Lippen, der dem Aussehen einer Gewürznelke entspricht. Nelkenbandwürmer bilden keine Glieder mit Eipaketen, sie sind eingeschlechtlich. Der flache Körper ist im vorderen Bereich breiter als im hinteren Anteil. Befinden sich mehr als zehn Würmer im Darm des Zierfisches, treten klinische Symptome auf. In Europa sind bisher zehn verschiedene Arten bekannt. Aquarienfische werden vor allem von Khawia sinensis und Atractolytocestus huronensis befallen.

Der Fisch als Zwischenwirt

Die Larvenstadien von Riemenbandwürmern, Karpfenbandwürmern und Fischbandwürmern parasitieren in der Muskulatur der Fische. Diese Bandwurmarten sind vor allem in der Teichhaltung von Bedeutung.

Bandwürmer bei Fischen

  • Nelkenbandwurm
  • Fischbandwurm
  • Riemenbandwurm
  • Karpfenbandwurm

Verlauf

Bereits einige Stunden nach dem Befall treten die ersten Symptome auf. Durch eine Behandlung mit Medikamenten können schwere Darmschäden und ein Darmdurchbruch vermieden werden. Erfolgt keine Behandlung, verläuft die Parasitose innerhalb von wenigen Wochen tödlich. Bei kleinen Zierfischen tritt der Tod schneller ein als bei großen Fischen.

Behandlung

Befallene Fische müssen in einem Quarantäneaquarium isoliert werden. Die Behandlung erfolgt durch Verabreichung von Praziquantel oder Fenbendazol (Panacur) mit dem Futter. Das Wasser muss während und nach der Behandlung, abhängig von der Befallsstärke, teilweise oder vollständig ausgetauscht werden.

Vorbeugend sollte Neubesatz immer für einige Tage in einem abgesonderten Aquarium gehalten werden. Durch den Verzicht auf Frischfutter, wie Röhrenwürmer oder Ruderfußkrebse, verringert sich das Infektionsrisiko. Eine Optimierung von Wassertemperatur, Wasserhygiene und Gestaltung des Aquariums senkt das Risiko für einen Parasitenbefall.

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