Aquaterrarium

Ein Aquaterrarium ist ein Aquarium mit einem mehr oder weniger großen Landteil.
Hier werden Habitate für Tiere eingerichtet, die sowohl an Land als auch im Wasser leben.

Aquaterrarium
© Jan Krüger

Das sind:

  • Molche
  • Unken
  • Kröten
  • Krabben
  • Krebse
  • Sumpf- oder Wasserschildkröten
  • Frösche

Ausstattung

Das Becken

Als Material eignet sich Glas am besten. Es kann das Wasser problemlos aufnehmen.
Wenn die Bewohner nicht klettern, kann es oben offen bleiben. Dann zirkuliert die Luft besser. Ist ein Deckel notwendig, müssen ausreichend Lüftungsschlitze vorhanden sein. Ein Deckel erhöht die Luftfeuchtigkeit im Becken. Für bestimmte Tiere und Feuchtbiotope kann das von Vorteil sein. Quelle Reptilica

Filter

Damit das Wasser sauber bleibt, sind Filteranlagen essenziell. Sie müssen eventuell an den niedrigen Wasserstand angepasst werden. Ein- und Auslauf müssen unter Wasser sein.

Beleuchtung

Dauer und Intensität richtet sich nach den Bewohnern. Tiere und Pflanzen brauchen ausreichend Licht, um ihre Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Für einige Arten, wie Schildkröten oder Reptilien, kommen UV-Strahler dazu.
Für Amphibien genügen einfache Lampen.
Grundsätzlich sind alle Beleuchtungsformen aus der Aquaristik und Terraristik einsetzbar.

Heizung

Oft werden Aquaterrarien von Exoten bewohnt. Diese Tiere sind höhere Umgebungstemperaturen gewöhnt. Ihre Unterkunft kann mit Heizmatten oder anderen Heizsystemen erwärmt werden. Beliebt bei den Tieren sind Heizsteine oder mit Spotstrahlern erwärmte Inseln. Hier lassen sie sich trocknen und wärmen sich auf.

Strömungspumpe

Soll ein Bachlauf imitiert werden, wird das Wasser mit einer Strömungspumpe in Bewegung versetzt. Das nennt sich dann Rivarium oder Bachlaufterrarium und ist eine spezielle Form des Aquaterrariums.

Einrichtung

Das Verhältnis von Wasser zu Landanteil wird von den Lebensbedingungen der Tiere bestimmt. Ebenso wie die Höhe des Wasserstandes, die Wasserwerte (Härte, Temperatur, pH-Wert) und die Gestaltung des Landteiles.

Wasserbereich

Als Bodendeckung eignet sich Kies oder Aquariensand. Eine Bepflanzung ist abhängig vom Tierbesatz. Bei vielen Wasserpflanzen reicht es, wenn ihre Wurzeln im Wasser sind. Werden die Teile, die aus dem Wasser herausschauen, täglich besprüht, gedeihen sie prächtig. Dazu gehören Anubias und Javamoos. Quelle JBL

Land

Für einige Arten genügen Schwimminseln oder Terrarienfelsen, die aus dem Wasser ragen.
Andere wollen aufwändiger gebaute Bereiche.
Je nach der natürlichen Umgebung kommen Steine, Kork, Rinde, Wurzeln, Äste oder Lavagestein und natürlich Pflanzen zum Einsatz. Daraus entstehen Dschungel, Verstecke, Ruhezonen, Fressplätze, Sonneninseln oder Orte, an denen sie ihre Eier vergraben können.
Der Boden kann mit

  • Kies
  • Torf
  • Blumenerde
  • Moos

bedeckt werden.
Als Bepflanzung kommen Farne, Moose, Bromelien, Gräser oder andere Pflanzen, die in Ufernähe wachsen, infrage.

Der Übergang vom Wasser zum Land muss für die Tiere leicht zu bewältigen sein. Mit Steinen oder Wurzeln (Mangrovenwurzeln) werden Ausstiegsmöglichkeiten geschaffen.

Pflege & Wartung

Das Becken sollte weder direkter Sonne noch Zugluft ausgesetzt sein. Die Tiere müssen mit Futter und sauberem Trinkwasser versorgt werden, Pflanzen sind zu gießen bzw. einzusprühen.
Wie im Aquarium muss auch hier das Wasser von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Eventuell wird der Bodengrund bei Bedarf abgesaugt, um Schmutz und Kot zu entfernen. Vor allem in kleinen Becken ist das häufiger notwendig.

Weiterhin müssen die Glasscheiben gereinigt werden.
Das Filtersystem muss von Schmutz befreit werden, damit es richtig funktioniert.

Worauf sollte man beim Kauf achten

Das Becken muss die erforderliche Größe und Ausstattung haben.
Fertige Aquaterrarien gibt es im Handel kaum. Meistens sind nur Schildkrötenbecken vorrätig.
Man kann mit relativ wenig Aufwand ein Aquarium in ein Aquaterrarium verwandeln. Das hat den Vorteil, dass man sein Becken genau auf die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner ausrichten kann.

Schreibe einen Kommentar